Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2001
Adolf Hampel weiß es überaus zu schätzen, dass der Autor hier "ungeschönt" sein Kriegstagebuch veröffentlicht, das aus seiner Zeit in der Ost-Reiterschwadron 299 von März 1942 bis November 1943 stammt. Mann war, wie der Leser erfährt, damals Priesteranwärter und im Reiterschwadron vor allem als Vermittler und Übersetzer tätig. Interessant findet Hampel an diesen Aufzeichnungen vor allem Manns ehrliche Äußerungen über die russische Bevölkerung, bei der er einerseits große Hilfsbereitschaft anerkennt, sich jedoch auch maßlos über "Trunksucht und Unzuverlässigkeit" empört. Dass Mann mit seinen russischen Partnern - trotz Kriegshandlungen, Versorgungs- und Klimaproblemen - auch immer noch Zeit fand, über 'das alte Thema: Russland -Deutschland' zu sprechen, gehört für Hampel zu den Überraschungen des Bandes. Insgesamt ist es neben vielen Einzelheiten "ein großer Gewinn", so Hampel, diese Aufzeichnungen zu lesen, weil das Buch helfe, "eine wahrheitsgemäße Einschätzung der Kriegsgeneration" zu entwickeln.
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