Gestützt auf Selbstzeugnisse, Archivalien und Quellen zu den politischen und medialen Diskussionen über die Legion, beschreibt Christian Koller die Rolle der Fremdenlegion als Instrument des Kolonialimperialismus, ihre nationale und soziale Zusammensetzung, ihre Darstellung und Mythisierung in Politik, Medien und Kultur. Auch die Identitätspolitik der Fremdenlegion, der eigene Blick der Legionäre auf Hierarchie, Disziplin, Kameradschaft, den mysteriösen "Cafard", Alkohol, Prostitution und Homosexualität werden eingehend behandelt. Darüber hinaus findet das Verhältnis der Legionäre zu den kolonisierten Bevölkerungen eingehend Berücksichtigung - von kriegerischen Aufeinandertreffen bis zu mehr oder weniger gewaltgeprägten sexuellen Beziehungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.05.2014
Thomas Speckmann erwartet Mythen und Legenden und erhält stattdessen eine historisch orientierte, mit neuestem Forschungsinstrumentarium erstellte wissenschaftliche Darstellung über die Fremdenlegion. Was der Historiker Christian Koller aus Selbstzeugnissen, Archiven und Dokumenten über die politischen und medialen Diskussionen um die Fremdenlegion und an Sozial- und Kulturgeschichtlichem zutage fördert, findet der Rezensent erstaunlich. Formal besticht die erste Darstellung dieser Art überhaupt laut Speckmann durch breite Anlage, klare Strukturierung und verständliche Sprache. Über Zusammensetzung, Identitätspolitik, Hierarchie, Ausrichtung und Neuorientierung der Legion in neuerer Zeit liest er also entsprechend gerne bei Koller.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Daniel Kehlmann: Afrika Im Winter 1884 versammeln sich auf Einladung Bismarcks die großen Mächte zu einer Konferenz, auf der ein ganzer Kontinent mit all seinen Reichtümern aufgeteilt werden soll:… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…