Warum zieht es Jugendliche in den Dschihad? Ist der Islam verantwortlich für den Terror? Und wie können wir uns dem religiösen Extremismus stellen? Bislang stehen Politik, Gesellschaft und besonders die Schulen diesen Fragen hilflos gegenüber. Kein Wunder, denn die Debatten werden falsch geführt, wie der Psychologe und Islamexperte Ahmad Mansour zeigt. Keiner kennt wie er beide Seiten. Bevor er den mühsamen Ausstieg schaffte, war er selbst radikaler Islamist. Jetzt arbeitet Ahmad Mansour in Berlin als Psychologe und betreut Familien von radikalisierten Jugendlichen. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen und seiner konkreten Präventionsarbeit zeigt er, dass eine Deradikalisierung möglich ist und plädiert für eine Reform des praktizierten Islam.
Der Psychologe Ahmad Mansour plädiert in seinem Buch "Generation Allah" für eine tiefgreifende Reform im Islam, in der innerislamischen Debatten und in der gesamten Pädagogik, berichtet Tim Caspar Boehme. Denn für Mansour sind die Gemeinsamkeiten eines moderaten und eines fundamentalistischen Islams noch immer so groß, noch immer finden radikale Auslegungen zu viele Anschlussmöglichkeiten in den Hauptsträngen, fasst Boehme zusammen. Diese Gemeinsamkeiten machten es zum Beispiel Salafisten leicht, Jugendliche zu erreichen, die sich bereits als Teil der muslimischen Glaubensgemeinschaft, der "Umma", verstehen, erklärt der Rezensent, der Mansours Argumente überzeugend und wichtig findet.
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