Omid Nouripour

Was tun gegen Dschihadisten?

Wie wir den Terror besiegen können
Cover: Was tun gegen Dschihadisten?
dtv, München 2017
ISBN 9783423261555
Kartoniert, 304 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Frustriert vom jahrelangen politischen Stückwerk, legt Omid Nouripour ein Konzept für den Umgang mit dem islamistischen Terror vor, für die Innen- wie auch für die Außenpolitik. Seine Thesen: Der Irak ist der Schlüssel zum Erfolg, nicht Syrien. - Ein radikales Umdenken im Umgang mit den Golfstaaten ist vonnöten. - Failing States in Afrika sind von größter Bedeutung. - Die Sicherheitsarchitektur muss grundlegend geändert werden. - Der Dschihadismus wird (auch) in Deutschland besiegt. Und als wichtigster Punkt: Wir Demokraten entscheiden, ob wir den Kampf gegen den globalen Dschihadismus gewinnen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2018

Der hier rezensierende Islamwissenschaftler Rainer Hermann hat dieses Buch des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour mit Gewinn gelesen. Anschaulich kann ihm der Autor anhand von 35 Länderstudien nicht nur vermitteln, dass die autokratischen Regime im Nahen Osten durch Korruption, Repression und schlechte Regierungsführung den Terror und Dschihadimus mitverantworten, Hermann liest auch nach, dass und weshalb aus dem "Krieg gegen den Terror" letztlich ein "Krieg für den Terror" wurde. Insbesondere aber verdankt der Kritiker dieser, wie er findet, empfehlenswerten Studie interessante Ausblicke auf Strategien gegen den Dschihad: Berücksichtung der lokalen Umstände in den einzelnen Ländern, ein Umdenken in der deutschen Integrationspolitik und eine härtere Politik gegen die Regime im Nahen Osten nennt Nouripour als Lösungsvorschläge, resümiert der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2017

Auch wenn Rezensent Wilfried von Bredow am Ende ein bisschen enttäuscht ist von Omid Nouripours allzu naheliegenden Lösungsvorschlägen gegen den Dschihadismus, das Buch hat ihm gut gefallen. Erstens, da der Grüne Nouripour nicht wie ein Berufspolitiker schreibt, sondern echte Einblicke in die Vorstellungswelt der Dschihadisten liefere. Zweitens, da der Autor unterschiedliche lokale Ursachen und Ausprägungen des dschihadistische Terrors herausarbeite. Und drittens, weil er auch den Salafismus im eigenen Land analysiere. Die eine Lösung des Problems gibt es nicht, das weiß der Rezensent nach der Lektüre sicher.

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