Philipp Melanchthon

Der reformatorische Theologe und Humanist Philipp Melanchthon, eigentlich Philipp Schwarzert, wurde 1497 in Bretten geboren. Ab 1514 war er Magister für alte Sprachen in Tübingen, ab 1518 Professor für griechische Sprache in Wittenberg. 1519 fand er Anschluss an die Reformation und wurde engster Mitarbeiter Luthers; seit dem Marburger Religionsgespräch (1529) war er an allen wichtigen Religionsgesprächen beteiligt. Melanchthon beeinflusste einscheidend den Aufbau des evangelischen Kirchen- und Schulwesens und erwarb sich bleibende Verdienste bei der Organisation des Hoch- und Lateinschulwesens. Er wurde dafür später "Praeceptor Germaniae" (Lehrer Deutschlands) genannt. Nach Luthers Tod war er der Führer des deutschen Protestantismus. Philipp Melanchthon starb 1560 in Witten.

Philipp Melanchthon: Melanchthons Briefwechsel. Kritische und kommentierte Gesamtausgabe. Pflichtfortsetzung. Regesten Band 9: Addenda und Konkordanzen

Frommann-Holzboog Verlag, Stuttgart - Bad Cannstett 1998
Im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Heinz Scheible. Bearbeitung von Heinz Scheible und Walter Thüringer.