Martin Kippenberger

Martin Kippenberger, geboren 1953, zählt zu den vielseitigsten und produktivsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Mit überschäumender Energie erarbeitet er sich ein sehr umfangreiches ?uvre, das von Malerei, Grafik und Plastik über Installation und Happening bis hin zu Ausstellungsorganisation und Buchpublikation nahezu alle Möglichkeiten des Kunstschaffens ausschöpft. Dabei geht es ihm um die Hinterfragung von Gesellschaft, Kunstbetrieb und die Auslotung noch verbleibender Möglichkeiten der zeitgenössischen Kunst. Martin Kippenberger wächst in einer sehr kunst- und kulturinteressierten Familie auf. Nach einer nicht sehr erfolgreichen Schullaufbahn und einer abgebrochenen Dekorateurlehre beginnt er 1972 das "Studium der Freien Malerei" an der Hamburger Kunstakademie. Ein erstes künstlerisches Großprojekt schafft er 1976 während eines einjährigen Florenzaufenthalts, zu dem 1977 auch ein Katalog erscheint. 1978 übersiedelt Kippenberger nach Berlin, wo er zusammen mit Gisela Capitain "Kippenbergers Büro" gründet und die Geschäftsführung des Clubs SO 36 übernimmt. Er organisiert Ausstellungen und Konzerte, erwirbt erste Arbeiten von Künstlerkollegen und lernt seinen späteren Galeristen Max Hetzler kennen. In den 1980er Jahren entstehen viele eigene Kunstproduktionen sowie 1986 die erste umfassende Museums- ausstellung "Miete Strom Gas" in Darmstadt. 1990 tritt Kippenberger eine Gastprofessur an der Städelschule Frankfurt an und unterrichtet 1992 an der Gesamthochschule Kassel. Kippenberg starb 1997.

Martin Kippenberger: I was born under a wand'rin' star. Originaltonaufnahmen. 1 CD

Cover: Martin Kippenberger. I was born under a wand'rin' star - Originaltonaufnahmen. 1 CD. Verlag für moderne Kunst, Fürth, 2009.
Verlag für moderne Kunst, Pforzheim 2009
Seit Anfang der 90er Jahre bis kurz vor seinem Tod 1997 äußerte sich Martin Kippenberger in längeren Interviews. Diese Gespräche waren nie als eigenständige Tonaufnahmen gedacht, fanden in Kneipen oder…

Martin Kippenberger: Wie es wirklich war. Am Beispiel Lyrik und Prosa

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Diedrich Diederichsen. Zehn Jahre nach seinem frühen Tod scheint Martin Kippenberger so kanonisiert, wie er zu Lebzeiten umstritten war. Allerdings wird er dabei…