Johann Heinrich Merck

Johann Heinrich Merck (1741-1791) war Kriegsrat in Darmstadt, Kunst-, Literatur- und Wissenschaftskenner publizistisch tätig. Merck wurde am 11. April 1741 in Darmstadt geboren und verstarb am 1791 ebendort. Der Vater Johann Franz Merck, ein Apotheker, starb drei Wochen vor der Geburt seines zehnten und jüngsten Kindes Johann Heinrich Merck, welches ab dem Jahr 1752 das Gymnasium in Darmstadt besuchte. Seit Herbst 1757 war Merck Student der Theologie an der Landesuniversität Gießen, wechselte aber im Sommer 1759 an die Universität Erlangen, wo er sich der dortigen Deutschen Gesellschaft anschloss, welche poetische und prosaische Übungen der Mitglieder gemeinschaftlich diskutierte. Reisen durch Süddeutschland. 1762 wandte sich Merck zum Studium an der Kunstakademie nach Dresden. Somit geriet er unter den Einfluss der kunsttheoretischen wie kunstgeschichtlichen Anschauungen von Christian Ludwig von Hagedorn. Als Hofmeister des Herrn Bibra, ein Adliger, reiste Merck in die Schweiz, wo er Louise Francoise Charbonnier, die Tochter eines angesehen Justizbeamten, in Morges kennen lernte. Während eines Aufenthaltes in Südfrankreich, erhielt er Nachricht über die Schwangerschaft der jungen Frau. Er kehrte nach Morges zurück, heiratete sie am 1766 und ließ sich dann in Darmstadt nieder. Seine Frau gebar ihm ein Mädchen. In Darmstadt, während der Herrschaftszeit (1768-1774) der Erbprinzessin Henriette Caroline, bildete sich der Darmstädter Kreis der Empfindsamen heraus, an dem Merck teil nahm. Merck macht in Darmstadt Karriere. Reisen führten ihn nach Kassel (1767) und St. Petersburg (1773). Er machte sein Haus zum Mittelpunkt eines ausgewählten Kreises geistreicher und gelehrter Männer und so findet man in jener Zeit Namen wie Herder, Lavater, Wedel, La Roche, Stolberg, Hangwitz, Gleim um nicht alle zu nennen, als Gäste jenes Kreises. Nach dem Tod der "Großen Landgräfin" ( Henriette Caroline) 1774 versuchte Merck vergeblich andernorts - in Kassel, Berlin oder Weimar - eine neue Anstellung zu bekommen. Verschiedene Pläne zum Beispiel als freier Unternehmer blieben erfolglos. 1790/91 auf einer Reise nach Paris trat Merck in den Jakobinerclub ein und wurde dafür von einflussreichen französischen Auswanderern angefeindet. Daraufhin setzte der ohnehin melancholische Johann Heinrich Merck seinem Leben ein Ende. (Basierend auf Material des germanistischen Instituts der Uni Rostock, dessen Website viele weitere Informationen bietet.)

Johann Heinrich Merck: Johann Heinrich Merck: Gesammelte Schriften. 1778. Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe. Band 4

Cover: Johann Heinrich Merck. Johann Heinrich Merck: Gesammelte Schriften - 1778. Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe. Band 4. Wallstein Verlag, Göttingen, 2014.
Wallstein Verlag, Göttingen 2014
Das Jahr 1778 zeigt Merck auf dem Höhepunkt seines publizistischen Schaffens. Dem versierten Darmstädter Kriegsrat Johann Heinrich Merck steht der "Teutsche Merkur" jetzt in all seinen Sparten offen.…

Johann Heinrich Merck: Johann Heinrich Merck: Briefwechsel. Fünf Bände

Cover: Johann Heinrich Merck. Johann Heinrich Merck: Briefwechsel - Fünf Bände. Wallstein Verlag, Göttingen, 2007.
Wallstein Verlag, Göttingen 2007
Herausgegeben von Ulrike Leuschner in Verbindung mit Julia Bohnengel, Yvonne Hoffmann und Amelie Krebs. Bekannt ist Johann Heinrich Merck vor allem als Freund und Briefpartner Goethes und der Herzogin…