Helene Hanff

Helene Hanff wurde im Jahre 1917 in Philadelphia geboren. Ihr Vater, der als Musical-Komponist gescheitert war, verkaufte Oberhemden. Schnell war es ihr einziges ehrgeiziges Ziel, Bühnenschriftstellerin zu werden und "mindestens ein Stück im Monat zu schreiben." 1935 begann sie mit dem Englischstudium an der Universität Philadelphia, aber bereits nach einem Jahr konnten ihre Eltern sie nicht mehr finanzieren, und sie musste sich nach Arbeit umsehen. Sie arbeitete als Schreibkraft, bis sie 1936 ein Studien-Stipendium der Theatre Guild in New York gewann.
1948 fand Helene Hanff Arbeit als Lektorin für die Paramount-Picture-Filmstudios. 6 Dollar bekam sie für jede Zusammenfassung einer Novelle oder eines Drehbuchs. 1952 hatte sie ihre erste Anstellung als bezahlte Drehbuchschreiberin für die Fernsehserie "The Adventures of Ellery Queen". Sie wurde, was sie selbst als "Ellery Queens Spezialerfinderin künstlerischer Morde" bezeichnete.
Bis 1960 schrieb Helene Hanff Drehbücher für verschiedene Fernsehproduktionen sowie für das Matinee Theatre. Dann begann sie, sich auf das Schreiben für Zeitungen und Magazine als aussichtsreichere Einkommensquelle zu konzentrieren. So arbeitete sie u. a. für Harper's Bazaar und den New Yorker.
Der literarische Durchbruch gelang Helene Hanff mit "84, Charing Cross Road" (1970). Das autobiografische Buch besteht im wesentlichen aus einem Briefwechsel zwischen Helene Hanff in New York und Frank Doel, einem sanften kleinen Mann, Besitzer eines Buchladens in der Charing Cross Road in Londons Soho. Sie schickt ihm Listen der von ihr benötigten Bücher, er beschreibt seine Schwierigkeiten, die Bücher aufzutreiben - der Leser bekommt einerseits einen Eindruck von dem durch Rationierung und Knappheit gekennzeichneten London der Nachkriegszeit, andererseits von New York und Hanffs verzweifeltem Kampf, in ihrem Leben und ihrem Appartement eine gewisse Ordnung aufrecht zu erhalten. Das Buch wurde zu einem Theaterstück und sogar zu einem Film umgearbeitet, in dem Anne Bancroft und Anthony Hopkins die Hauptrollen spielten. Helene Hanff starb 1997 in New York.

Helene Hanff: Die Herzogin der Bloomsbury Street.

Cover: Helene Hanff. Die Herzogin der Bloomsbury Street. Atlantik Verlag, Hamburg, 2015.
Atlantik Verlag, Hamburg 2015
Aus dem Englischen von Susanne Höbel. Mit einem Nachwort von Rainer Moritz. "Pure Wonne" (Der Tagesspiegel) bereitete die New Yorkerin Helene Hanff ihren Lesern mit "84, Charing Cross Road", dem wunderbaren…

Helene Hanff: Briefe aus New York.

Cover: Helene Hanff. Briefe aus New York. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 2004.
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004
Aus dem Amerikanischen von Susanne Höbel. Mit einem Nachwort von Rainer Moritz. Helene Hanff lebt schon seit vier Jahrzehnten in New York, als sie sich überreden lässt, für eine Radiosendung der BBC…

Helene Hanff: 84, Charing Cross Road. Eine Freundschaft in Briefen

Cover: Helene Hanff. 84, Charing Cross Road - Eine Freundschaft in Briefen. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 2002.
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002
Aus dem Amerikanischen von Rainer Moritz. Durch Zufall stößt die amerikanische Bühnenschriftstellerin Helene Hanff Ende der 40er Jahre auf die Adresse eines kleinen Antiquariats in London. Eine neue Quelle…

Helene Hanff: Die Herzogin der Bloomsbury Street. Roman

Cover: Helene Hanff. Die Herzogin der Bloomsbury Street - Roman. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 2002.
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Susanne Höbel. Tatsächlich - als der Verleger Andre Deutsch 1971 Hanffs Briefwechsel mit dem Londoner Buchhändler Frank Doel in England herausgibt, kann sich die Autorin…