Edith Stein

Edith Stein, 1891 als eines von 11 Kindern einer jüdischen Familie in Breslau geboren, studierte in Göttingen und Freiburg bei Edmund Husserl. Seine deskriptive Methode wandte sie in ihrer Dissertation "Zum Problem der Einfühlung" an und beschreibt die Empathie als eine spezifische Form des Wissens. Obwohl Husserl sie mit einem Empfehlungsschreiben unterstützte wurde ihr Antrag auf Habilitation abgelehnt. Sie kehrte nach Breslau zurück. 1920 lernte sie ihre Kollegin Hedwig Conrad-Martius kennen, mit der sie fortan eine tiefe Freundschaft verband. Nach dem Lesen der Autobiografie von Theresa von Avila 1921 entschied sie sich zum Beitritt in die katholische Kirche. Sie ging 1922 als Lehrerin in die Mädchenbildungsanstalt der Dominikanerinnen nach Speyer, wo sie acht Jahre als Lehrerin arbeitete. Dort arbeitete sie zu Pädagogik und Frauenthemen. 1934 ging sie in das Karmelitinnenkloster Köner Karmel. Dort nahm sie den Namen Theresa Benedicta a Cruce an. Sie arbeitet dort an einer Akt-Potenz-Lehre, die auf dem Ansatz von Thomas von Aquin basiert. Sie wollte die thomistische Philosophie mit Ideen von Husserl, Reinach, Pfänder, Scheler, Conrad-Martius und Heidegger verbinden. Als katholische Jüdin wurde Edith Sein nach Auschwitz deportiert und dort wahrscheinlich am 9. August 1942 ermordet.

Edith Stein: Was ist der Mensch?. Edith Stein Gesamtausgabe (ESGA). Band 15

Cover: Edith Stein. Was ist der Mensch? - Edith Stein Gesamtausgabe (ESGA). Band 15. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 2005.
Herder Verlag, Freiburg 2005
Vorlesung zur Theologischen Anthropologie. Neu bearbeitet und eingeleitet von Beate Beckmann-Zöller. Edith Stein untersucht hier das Menschenbild des katholischen Glaubens unter den Aspekten der Geschöpflichkeit,…

Edith Stein: Kreuzeswissenschaft. Studie über Johannes vom Kreuz

Cover: Edith Stein. Kreuzeswissenschaft - Studie über Johannes vom Kreuz. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 2003.
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2003
Neu bearbeitet und eingeleitet von Ulrich Dobhan.