Alberto Breccia

Alberto Breccia wurde 1919 in Montevideo (Uruguay) geboren, zog aber bereits 1922 mit seinen Eltern in einen Vorort von Buenos Aires (Argentinien). Als Teenager verdingte er sich in den Schlachthöfen, ehe er 1939 Comic-Zeichner wurde. Seine frühen Serien ("Mariquita Terremoto", "Kid Rio Grande") waren noch stark vom nordamerikanischen Abenteuer-Comic eines Milton Caniff beeinflusst. Hugo Pratt, mit dem Breccia 1956 die "Escuela Panamericana de Arte" gründete, ermutigte ihn, seinen eigenen Stil zu finden. 1958 kam mit "Sherlock Time" der künstlerische Durchbruch, 1962 folgte "Mort Cinder", 1969 "El Eternauta". Der Szenarist Hector Oesterheld und Alberto Breccia verknüpften Fantasy mit Sozialkritik zu düsteren, mehr schwarzen als weißen Moritaten, in denen Breccia seiner Neigung zum Grotesken freien Lauf ließ. Nach dem Militärputsch wurde Breccia etwas vorsichtiger und setzte vor allem Gruselstorys von Edgar Allan Poe, H.P. Lovecraft und den Gebrüdern Grimm um. In den Achtzigerjahren entstand Breccias Meisterwerk: "Perramus" (Szenario: Juan Sasturain) ist eine grausame Satire der südamerikanischen Diktaturen und gleichzeitig eine Hommage an die populäre Kultur des Kontinents. Bis zu seinem Tod experimentierte Breccia mit Stilen, Techniken und Farben und hinterließ ein Werk von beeindruckender Vielfalt und Kraft. Alberto Breccia starb 1993 in Buenos Aires.

Alberto Breccia/Ernesto Breccia/Hector Oesterheld: Che. Eine Comic-Biografie

Cover: Alberto Breccia / Ernesto Breccia / Hector Oesterheld. Che - Eine Comic-Biografie. Carlsen Verlag, Hamburg, 2008.
Carlsen Verlag, Hamburg 2008
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