Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Bd. 7

29.08.2011. Der siebte Band der großen Dokumentation zeigt, wie sich mit dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 der antijüdische Terror zum systematischen Völkermord ausweitetete. Lesen Sie hier Dokumente über die Verfolgung der Juden im Baltikum und in Rumänien sowie über das Massaker von Babij Jar, mit dem vor siebzig Jahren der Holocaust seinen Anfang nahm.
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945
Bd. 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I
Besetzte sowjetische Gebiete unter deutscher Militärverwaltung, Baltikum und Transnistrien
Bearbeitet von Bert Hoppe und Hildrun Glass

Oldenbourg Verlag, München 2011
891 Seiten, gebunden, ? 59,80


Erscheint am 21. September 2011

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Herausgegeben im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Lehrstuhls für Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin von Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans-Dieter Kreikamp, Horst Möller, Gertrud Pickhan, Dieter Pohl und Hartmut Weber.

Klappentext: Der Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 markiert den entscheidenden Wendepunkt in der Verfolgung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland: Innerhalb weniger Wochen nach dem deutschen Einmarsch weiteten die Einheiten der SS, der Polizei sowie der deutschen und der rumänischen Armee den antijüdischen Terror zu einem systematischen Völkermord aus. Bereits Monate bevor sie die ersten Vernichtungslager in Betrieb nahmen, löschten die Deutschen in Weißrussland, Russland, der Ukraine und im Baltikum Hunderte jüdischer Gemeinden aus, einschließlich aller Alten, Frauen und Kinder.

Im Rahmen der auf 16 Bände angelegten Edition sind der Judenverfolgung in den besetzten sowjetischen Gebieten zwei Bände gewidmet. Der vorliegende Band dokumentiert, wie die deutsche Führung diese Massenverbrechen vorbereitete und wie die Deutschen, ihre Verbündeten und einheimische Helfer in den Gebieten unter deutscher Militärverwaltung, in den baltischen Republiken und im rumänischen Besatzungsgebiet Transnistrien die Juden entrechteten, ausbeuteten und vielerorts sofort ermordeten.

Die Dokumente wurden aus über zehn Sprachen übersetzt, die meisten von ihnen werden hier erstmals publiziert. Die Texte bieten ein bedrückendes Panorama der Verfolgung der sowjetischen Juden aus Sicht der Täter und der Opfer und zeigen, was unbeteiligte Zeugen über die Verbrechen erfuhren.


Zu den Bearbeitern:
Dr. Bert Hoppe, geboren 1970 in Gevelsberg/Westfalen. 1992-1999 Studium der Geschichtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin, Humboldt-Universität Berlin und Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. 1999-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität Berlin (LehrstuhlProf. Heinrich A. Winkler) im Rahmen eines Projektes der Deutsch-Russischen Historikerkommission, 2004 Short-term Fellow am Kennan-Institute des Woodrow-Wilson Center for International Scholars in Washington, D.C., seit 2004 freier Wissenschaftler und Autor.
Dr. Hildrun Glass, geboren 1961 in Varia (Rumänien). 1982-1989 Studium der Geschichte Osteuropas und Südosteuropas, der Neueren und Neuesten Geschichte und der Sinologie in München und London. 1995 Promotion in München. Seit 1996 mit verschiedenen Unterbrechungen wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der LMU München, Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas. Aktuelles Forschungsprojekt: Rumänien, Deutschland und die "jüdische Frage" 1937-1944.


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