Stichwort
Eric Marty
3 Presseschau-Absätze
9punkt 15.05.2017 […] Nichts ist Zufall, auch nicht die Auswahl der Lieblingsautoren: "Sie bedient mit Geschick eine Vielfalt von Geschmacksrichtungen: Molière und Racine stehen für die Klassik in Komödie und Drama, mit Mauriac zeigt sich der Einfluss des französischen Katholizismus, in Giono kommt die Liebe zum einfachen Leben in der Provence zum Ausdruck und die Wahl von Georges Duhamel, 'auteur un peu oublié', demonstriert, dass der Leser sich vom etablierten Kanon nicht einengen ließ."
Der Autor Eric Marty kommt in Le Monde nochmal auf die Tatsache zurück, dass sowohl Marine Le Pen als auch Jean-Luc Mélenchon Emmanuel Macron als Rothschild-Banker verhöhnten und erinnert an Figuren wie Marcel Déat und Jacques Doriot, die in den Dreißigern von der Linken zur extremen Rechten wanderten - mit der gleichen auf beiden Seiten kompatiblen Rhetorik: "Dieser Pseudohass aufs Geld, der dann die besonders abstoßende Form des Antisemitismus annahm, zeigt, dass der Faschismus nie nur eine schlichte Metaphysik der Rasse war, sondern sich stets auf das soziale Ressentiment, den blinden Hass auf die 'da oben' stützte, also auf Populismus."
[…]