Nichts, das ist kein schlechter Slogan
Essay 23.11.2011 […] Wahnsinn und Genie, trübsinnige Gottesferne und göttliche Inspiration gehören in der komplexen Geschichte der Melancholie zusammen wie die zwei Seiten eines Blattes Papier (vgl. das Standardwerk Saturn und Melancholie von Raymond Klibansky, Erwin Panofsky und Fritz Saxl).
Lars von Triers Figur der Justine mit ihrem seherischen Gebaren und ihrer Affinität zur Kunst ließe sich hervorragend in diese Ahnenreihe stellen, doch der ihr eigentümlichste Zug ist damit noch nicht erfasst: ihr unbedingter Wahrheitsanspruch. […] Von Christina Striewski