Stichwort
Thomas Kleine-Brockhoff
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9punkt 08.10.2024 […] In der Welt rechnet die Kulturwissenschaftlerin Monika Albrecht mit den postkolonialen Studien ab: Der gegenwärtige linke Antisemitismus sei bereits in der Theorie angelegt, meint sie, etwa mit Blick auf Edward Saids "Orientalismus", das auf der Idee basiere, dass "nur 'der' Westen sich seine 'Anderen'" schaffe - "analoge Konstruktionen des Westens durch Gesellschaften 'des' Globalen Südens oder Ostens gibt es im postkolonialen Denken bis heute nicht." Auch Thomas Kleine-Brockhoff, neuer Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, teilt im Tagesspiegel aus gegen den Postkolonialismus: Der globale Süden sei "selbst voll von Doppelstandards", schmiede aber "den Vorwurf der Doppelstandards zu einer Waffe gegen den Westen …, um seine eigenen Interessen durchzusetzen", meint er: "Wenn Israel auf der Jagd nach Terroristen, Geiselnehmern und genozidalen Milizionären auch palästinensische Zivilisten tötet, und zwar unbestritten viel zu viele, dann ist der Aufschrei aus dem globalen Süden groß. […]