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Ilya Khrzhanovsky

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Und nun zum Sex: Ilya Khrzhanovsky "DAU. Natasha" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 26.02.2020 […] Verabsolutierung des fragmentierten Blicks, den männliche Sexualität offenbar braucht, um sich zu realisieren. Und sie ist auch als Idee nur solange interessant, bis man sie wegwirft. Was man in Ilya Khrzhanovskys Film sieht, sind nur zwei Leute beim Sex, der von außen mühsam, anstrengend, langwierig aussieht. Und da der Blick nicht fragmentarisch ist, sondern wir es doch mit einer Filmszene zu tun haben […] Sterben an einem solchen Institut ausgelotet, der Roman ist eine der grandiosesten Erzählungen und Reflexionen über die Tragik der Verstrickung in totalitären Systemen. Den Schrecken spürt man in Ilya Khrzhanovskys Film, aber nicht Grossmans Erschrecken. Der Film ist in Russland verboten, aber nicht weil er die Wahrheit erzählt, sondern als Propaganda für Pornografie (was natürlich ein Vorwand des Putinismus […] Material auf ein "es ist so, wie es ist" zusammen, die flache Redundanz eines Schlagertextes. Wie eine Kakerlake lachte der Schnauzbart und lacht er eventuell immer noch. "DAU. Natasha". Regie: Ilya Khrzhanovsky (auch Ilya Khrzhanovskiy, Ilja Chrschanowski oder Ilja Krschanowski geschrieben). Mit Natalia Berezhnaya, Olga Shkabarnya, Vladimir Azhippo, Alexei Blinov, Luc Bigé. Russland 2020. 145 Minuten […] Von Thierry Chervel