Stichwort

Jüdisches Museum

14 Presseschau-Absätze
9punkt 26.06.2019 […] Der Historiker Hanno Loewy, der auch Direktor des Jüdischen Museums Hohenems ist, schaltet sich in der FAZ in die Diskussion um das Jüdische Museum ein. Es sei seiner Aufgabe nachgekommen, als es in einem Tweet darüber informierte, dass 240 jüdische Wissenschaftler aus Israel und dem Rest der Welt eine andere Auffassung von 'Antisemitismus' haben als der Deutsche Bundestag". Überhaupt sei jüdische […] dann sind jüdische Museen, die dieser Vielfalt eine Bühne bieten, offenbar nötiger denn je." Weiteres: In der Berliner Zeitung meldet Harry Nutt, dass Christoph Stölzl Vertrauensperson für das Jüdische Museum werden, das einen neuen Leiter sucht, nachdem Peter Schäfer wegen eben jenes BDS-Tweets ingeworfen hat. Im Tagesspiegel erinnert Bernhard Schulz an die erbitterte Diskussion um das Holocaust-Mahnmal […]
9punkt 17.06.2019 […] Böse Worte richtet Micha Brumlik in der taz an den Zentralrat der Juden, der den Direktor des Jüdischen Museums, Peter Schäfer, in Berlin zum Rücktritt gedrängt hat (9Punkt vom Samstag). Brumlik schimpft über die Aufgabe der jüdischen Gelehrtenkultur und Ärgeres: "Der Rücktritt von Peter Schäfer mag den Zentralrat der Juden mit einem Zuwachs an Selbstbewusstsein erfüllt haben: Tatsächlich hat er einen […] sondern allenfalls eine Richtigstellung." Auch im Tagesspiegel nimmt der Historiker Michael Wolffsohn den Judaisten Schäfer in Schutz, sieht aber sehr wohl einen gravierenden Konstruktionsfehler im Jüdischen Museum: "Hier wurde die deutschjüdische Geschichte samt sechsmillionenfachen Judenmordens um die islamische Dimension sowie um die universalistische erweitert - und dadurch letztlich entjudaisiert.  […]
Feuilletons 08.09.2001 […] Am Sonntag wird das Jüdische Museum in Berlin eröffnet. Die SZ sieht dieses Ereignis aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: Holger Liebs nimmt das Haus noch einmal als architektonische Meisterleistung Libeskinds in Augenschein, als geglückten Versuch, "Absenz und Verdrängung mit architektonischen Mitteln erfahrbar zu machen," und bedauert zugleich, "dass dieses ursprünglich aus der Not geborene […] wenigstens für eine Weile nicht von der Funktion verfolgt wurde, zu den Akten gelegt werden (soll)."   Ulrich Raulff dagegen äußert Bedenken angesichts der "Internationalisierung des Projekts" Jüdisches Museum: "Mit den Befindlichkeiten der Nationalseele und ihren Abgründen hat dieses Museum nicht mehr viel zu tun ... Je mehr es ihm gelingt, die allerdings seltenen glücklichen Seiten im Buch der de […] aufzublättern, um so eindrücklicher der Kontrast zum Holocaust". Sollte es den Deutschen, prophezeit Raulff, für die der Holocaust die letzte Ausfahrt vor der totalen Spaßgesellschaft ist, im neuen Jüdischen Museum zu heiter hergehen, werden sie sich indigniert abwenden. Weitere Artikel: Hanns Zischler setzt die Serie 50 Jahre Minima Moralia fort, Jens Bisky erwartet nichts Neues beim Berliner Wissensc […]