Stichwort

Thomas Harlan

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Feuilletons 06.08.2011 […] Literatur und Kunst druckt ein Interview mit Thomas Harlan, das Sieglinde Geisel in den Monaten vor seinem Tod im Oktober 2010 mit dem Autor und Regisseur führte. Harlan spricht über seinen Vater Veit, die Shoah und den Tod: "Ich war in Situationen, wo ich beinahe gestorben wäre, und ich weiß, dass das Licht ganz langsam ausgeht. Das ist eigentlich nicht verbunden mit Schmerzen. Das Licht verlöscht […] verlöscht - das ist nicht schmerzlich." (Geisel hat eine Webseite für Thomas Harlan eingerichtet, die ausführlich über seine Werke informiert.) Weiteres: Der Literaturprofessor Karl Wagner erklärt, warum Christoph Ransmayrs "Morbus Kitahara" der am meisten unterschätzte Roman des Autors ist. Besprochen wird die Ausstellung "Living" im Louisiana Museum im dänischen Humlebaek. Im Feuilleton schreibt Till […]
Feuilletons 18.05.2011 […] Schuldigkeit getan - oder hat er erbarmungswürdige Schuld auf sich geladen? Von diesem Zwiespalt, der ein Abgrund ist, hat Thomas Harlans Moralismus seinen Impetus bezogen." In diesem Zusammenhang sei hingewiesen auf die höchst informative Webseite, die Sieglinde Geisel zu Thomas Harlan ins Netz gestellt hat. Man findet hier eine Biografie, Videos aus seinen Filmen, Links zu Besprechungen, Interviews etc […] Thomas und Veit Harlan waren ein "unvergleichliches Trauma-Team", meint spöttisch, aber doch ziemlich beeindruckt Wolfgang Schneider über Thomas Harlans nachgelassenen Erinnerungen an seinen Vater, den Regisseur des antisemitischen Propagandafilms "Jud Süß". "Hat die lebenslange Fixierung auf die Schuld des Vaters nicht etwas von einer fixen Idee? Schließlich war Veit Harlan kein Himmler oder Heydrich […]
Feuilletons 10.03.2011 […] Kurz vor seinem Tod hat der Autor und Regisseur Thomas Harlan noch ein letztes Buch verfasst. Es trägt den Titel "Veit" und ist so etwas wie die Summe seiner lebenslangen Beschäftigung mit dem Vater - dem reuelosen "Jud Süss"-Regisseur Veit Harlan. Simon Rothöhler hat es für die Filmzeitschrift Cargo gelesen und bedauert durchaus, "dass dieses differenzierte und diffizile Werk in seiner Rezeption nun […] und 'Rosa' längst woanders waren: bei komplexen Täternetzwerken und den Kontinuitäten in der frühen BRD." Und doch gipfelt das Buch in einer Passage, deren Wucht man sich kaum entziehen könne: "Thomas Harlan schreit ihnen am Ende einen entfesselten, denkwürdigen Theatermonolog entgegen, der angefüllt ist mit einem maßlosen Wunsch, dem Wunsch nach Übernahme einer Schuld, die in letzter Instanz nie die […]