Stichwort

Knut Hamsun

6 Artikel

Leseprobe zu Victor Serge: Die große Ernüchterung. Teil 1

Vorgeblättert 03.09.2012 […] "Ach, dieser Romaschkin", dachte Kostja, und ihn erheiterte die Vorstellung des galligen kleinen Mannes, der immer in seinem Zimmer eingesperrt lebte, ein echter Kleinbürger, gepflegt, sauber, einsam zwischen seinen Geranien, seinen in graues Papier gebundenen Büchern, den Bildern der großen Männer: Henrik Ibsen, der gesagt hatte, der einsamste Mensch sei auch der stärkste Mensch, Metschnikow, der mit Hilfe der Hygiene die Grenzen des Lebens erweitert hatte, Charles Darwin, der bewiesen hatte, daß die Tiere der gleichen Art einander nicht fressen, Knut Hamsun, der den Hunger hinausgeschrien und den Wald geliebt hatte … Romaschkin trug noch alte Röcke aus der Zeit vor dem Krieg, der der Revolution vorangegangen war, die wiederum dem Bürgerkrieg vorangegangen war - aus der Zeit, da die Romaschkins, harmlos und ängstlich, auf Erden wimmelten. […]

Literatur

Bücher der Saison 17.11.2009 […] Wiederentdeckt Wenn sich auch Norwegen und der Rest der Welt noch immer schwer tun, den Hitler-Verehrer Knut Hamsun zu verehren, Wolfgang Schneider, der "Hunger" zusammen mit dem ebenfalls neu übersetzten Roman "Pan" bespricht, zeigt sich in der FAZ vorbehaltlos begeistert: Für ihn ist dieser 1890 erschienene Roman ein "Pionierwerk der literarischen Moderne", auch heute noch eine "grandiose Leseerfahrung" und eine "schwarze Komödie der Scham". […]

Anfang Vierzig, Volloptimist

Bücherbrief 04.09.2009 […] Und alle preisen Übersetzer Ulrich Blumenbach für seine Leistung, die es dem deutschen Leser so leicht wie nur möglich mache. Knut Hamsun Hunger Roman Claassen Verlag, Berlin 2009, gebunden, 236 Seiten, 19,90 Euro Wenn sich auch Norwegen und der Rest der Welt noch immer schwer tun, den Hitler-Verehrer Hamsun zu verehren, Wolfgang Schneider, der "Hunger" zusammen mit dem ebenfalls neu übersetzten Roman "Pan" bespricht, zeigt sich in der FAZ vorbehaltlos begeistert: Für ihn ist dieser 1890 erschienene Roman ein "Pionierwerk der literarischen Moderne", auch heute noch eine "grandiose Leseerfahrung" und eine "schwarze Komödie der Scham". […]