Stichwort

Framing

16 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
9punkt 01.03.2019 […] Der ganze Zorn in der Debatte um das Framing-Papier der ARD hat sich auf die Linguistin Elisabeth Wehling konzentriert. Der Linguist Henning Lobin fragt sich in seinem Blog, ob dies ein geschicktes Framing der ARD war, denn die eigentliche Frage wäre für ihn, "warum die ARD eigentlich überhaupt der Meinung war, statt mit Sachlichkeit in einer Art moralischer Überwältigungsstrategie für sich werben […] werben und die privatwirtschaftliche Konkurrenz dabei verunglimpfen zu müssen. Wir brauchen nämlich nicht mehr, sondern weniger Framing in der öffentlichen Diskussion, und erst recht nicht von einem der größten öffentlich-rechtlichen Sender der Welt. Man sollte sich fragen, warum man dort nicht nach den ersten Vorgesprächen oder Workshops, um die es wohl ursprünglich ging, die Finger von der ganzen Sache […] sation" gegründet. Es hilft mit Gutachten und Workshops gegen ungute Fixierungen, etwa die Fixierung der nicht-öffentlich-rechtlichen und darum eher prekär "gerahmten" Journalistenschaft auf das "Framing"-Papier der ARD, verspricht er: "Was hat man sich nicht darüber aufgeregt, konnte gar nicht aufhören! Wurde in seinem Hass auf die ARD sogar den rechten Wutbürgern ähnlich, obwohl man das ja nicht […]
9punkt 28.02.2019 […] Nachdem Elisabeth Wehling die Verfasserin des Framing-Papiers der ARD, ein Weilchen geschwiegen hat, äußert sie sich nun in Interviews, heute mit Laura Cwiertnia von Zeit online: "Bei dem Papier handelt es sich um ein internes Dokument, das aus dem Kontext gerissen wurde. Viele stören sich an dem Begriff Moral, der darin vorkommt. Ich verstehe, der kann negative Assoziationen wecken, da er ans Moralisieren […] Moralisieren erinnert, wenn man ihn als Forschungsbegriff nicht kennt. Aber das moral framing, auf das ich mich beziehe, ist ein anerkanntes wissenschaftliches Konzept." […]
9punkt 23.02.2019 […] Argumentieren verzichten und die gute Nachricht von ihrer Notwendigkeit per "Framing" verbreiten lassen wollen? Vielleicht aus den Gründen, die Gustav Seibt heute nochmal in der SZ aufzählt: Die Framing-Theorie denke sich den Menschen als "bewusstlose Beute solcher Rahmungen oder Stimmungsmarker": Das Peinlichste an der Framing-Theorie sei, dass sie Menschen in Klassen einteile: "in die, die das Framen […] des Wissens geben: eine kleine Gruppe von Wissenden, die Sozial- und Gefühlstechnologie betreiben, und eine bestenfalls halbbewusst dämmernde Masse, die davon bestimmt wird." Auch Harry Nutt sieht "Framing" in der FR als Versuch einer Sprachmanipulation: "Es gibt viele gute Gründe, für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einzutreten. In diesem Fall aber verhält sich die ARD wie das Management […]
9punkt 21.02.2019 […] Nach dieser Provokation blieb den ARD-Gewaltigen nichts anderes übrig, als selber Framing zu betreiben, so die Autoren: "Döpfner gab der Debatte um den hiesigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk so einen besonderen Rahmen. 'Framing' nennen das Sprachwissenschaftler wie Elisabeth Wehling. An sie wandte sich wiederum die ARD in genau dieser aufgeladenen Zeit, in der auch Rechtspopulisten die ARD, aber […] dem Geschäftsmodell haben und viele Inhalte hinter Paywalls verstecken - es bleiben tendenziell nur die mit ihrem Framing befassten Öffentlich-Rechtlichen. Und Johannes C. Bockenheimer hat für die Salonkolumnisten herausgefunden, dass Elisabeth Wehlings "Berkeley International Framing Institute" mit der Berkely Universität nicht das geringste zu tun zu haben scheint. […] Viel gelernt hat die ARD aus dem Framing-Papier jedenfalls nicht, meint Stefan Winterbauer in einem Meedia-Artikel, der die Kommunikationsunfälle der Anstalt in den letzten Tage auflistet: "Die ARD verfolgte eine Strategie des Herunterspielens und scheibchenweise dann doch veröffentlichen. Gerade so, als habe man seinen Abschluss an der Kommunikations-Fachhochschule Karl-Theodor zu Guttenberg gemacht […]
9punkt 20.02.2019 […] Schwerpunkt Debatte über das Framing-Papier der ARD Die ARD möchte die Debatte zwar "framen", sich ihr aber nicht stellen. Gut, dass Netzpolitik das Framing-Manual, das die Sprachforscherin Elisabeth Wehling für die ARD erarbeitete, ins Netz gestellt hat (unser Resümee). Die ARD hatte das Papier angeblich aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht - man hat aber noch nicht gehört, dass die […] Erfahrungen im Framing hat, mehr hier) in Auftrag gegeben wurde. Kritik kommt aber auch aus der taz. Eric Wallis schreibt: "Der kapitale Fehler des Manuals besteht in dem Glauben, mit Wortspielereien inhaltliche Kritik ausräumen zu können." Ganz anders sieht es bei Uebermedien der den Öffentlich-Rechtlichen kritisch zugetane Medienjournalist Stefan Niggemeier: "Der Begriff des 'Framings' wird in der […] und die Frage, was die ARD damit bezweckt, intensiv diskutiert - die Linguistin Pipoer fragt etwa in einem Twitter-Thread, wie angemessen der Begriff des "Newspeak" für das von Wehling vorgschlagene Framing sei. "Organisiertes Schönsprech, moralisierende Stimmungsmanipulation und die gezielte Sprachzersetzung von Kritikern kannte man hierzulande bisher nur aus Diktaturen wie der DDR", schreibt der k […]
9punkt 12.02.2019 […] zirkuliert ein 89-seitige Papier des "Berkeley International Framing Institute", das der ARD empfiehlt, die Debatte über die eigene Existenzberechtigung zu "framen". Herausgekommen sind dabei 89 Seiten "Neusprech", berichtet Joachim Huber im Tagesspiegel: "Der monatliche Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro ist auch kein Rundfunkbeitrag, im Framing der Gegner auch 'Zwangsabgabe' oder 'Zwangsgebühr' genannt […] erklärt dann vor allem, wie 'Framing' funktioniert. Der Fachbegriff bezeichnet eine Technik, mit deren Hilfe man einer bestimmten Zielgruppe einen sprachlichen Rahmen ('frame') vorgibt. Dieser Rahmen soll es ermöglichen, gesellschaftliche Diskussionen über umkämpfte Themen in eine gewünsche Richtung zu lenken. Wehling hat über diese Technik das Sachbuch 'Politisches Framing' geschrieben." Wehling sei […]