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Can

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Efeu 07.09.2017 […] " Was Christian Schröder im Tagesspiegel nur bestätigen kann: Bei Can "ging es um den Versuch, die Musik noch einmal von einem Nullpunkt aus neu zu erfinden." Für Max Dax liegt in Czukays Tape-Basteleien nicht nur der Ursprung von Sampling, sondern von der Band selbst, wie er in der SZ erklärt: "Tatsächlich begann die Musik von Can bei Holger Czukays mit zerschnittenen und neu wieder zusammengefügten […] Alle Feuilletons trauern um Holger Czukay, Bassist und Mitgründer von Can sowie selbsternannter "universeller Dilettant" - wobei sich viele Nachrufe eher wie eine letzte Würdigung von Czukays Band lesen. Czukay war "so etwas wie der Zampano der Band", verrät Christian Bos in der Berliner Zeitung. Er schnitt "die endlosen Jamsessions seiner Mitmusiker auf Tonband mit, auf der Suche nach den magischen […] Schwitters' literarische und künstlerische Experimente Collage bei Dada." Und Michael Pilz würdigt Czukay und seine Band als kulturelle Erneuerer der alten Bundesrepublik: "Wer von 1968 redet, darf von Can nicht schweigen. Auch im alten Kinosaal von Weilerswist, den sie damals mit Bundeswehrmatratzen auslegten, ging es darum, das alte Deutschland, das des Schlagers und der Marschmusik, zu überwinden." […]
Magazinrundschau 21.08.2017 […] werden sollten. Dann beschrieb er der Band den Film, die die Musik, wie gewohnt, gemeinsam entstehen ließ. Can komponierte viele Soundtracks auf diese Weise, auf Grundlage der von Schmidt referierten Eindrücke. Daher rührt auch die gelegentliche Dissonanz, die charakteristisch ist, wenn Cans Musik und ein Film aufeinandertreffen. Manchmal passen die unorthodoxen Klänge und bizarren Texte nicht ganz […] geschafft hat. 'Ich kann euch eine sechsstündige Version machen und die ist dann eigenständig.' Na sicher doch, sagten sie." Neben ihren gefeierten, eigenständigen Alben legten die Krautrocker von Can auch eine ganze Reihe von Soundtracks vor. Mit einigen davon - und den dazugehörigen Filmen - befasst sich Margaret Barton-Fumo eingehender. Anders als bei den Studioalben, die aus einem kollektiven […]
Efeu 24.01.2017 […] Die Popkritiker trauern um den 78-jährig an einer Lungenentzündigung gestorbenen Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit (siehe dazu auch unsere gestrige Rundschau). Julian Weber erklärt im taz-Nachruf das Besondere an Liebezeits Spiel: Er "verzichtete auf das Pedal an der Bass­drum und spielte die Basstrommel stattdessen mit der Hand. Seine elliptische Spielweise gab der Band die nötige Kontur." Damit wurde […] wurde die "Monotonie mit kleinsten menschlichen Unschärfen zum rhythmischen Skelett, zum Erkennungszeichen von Can", schreibt Karl Fluch im Standard. Antriebsmotor der Band "war nicht die Expressivität, der schwitzende Funk-Körper, der schrille Blues-Schrei", schreibt Karl Bruckmaier in der SZ, "sondern ein Emotionstableau, eine flächige Klangwelt des Individuellen ... Liebezeit fiel hier vielleicht […]