Stichwort

Ambient Music

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In der Sonosphäre

Essay 14.03.2017 […] r-moechte-lieber-nicht-a-736487 (2)  http://thequietus.com/articles/21513-brian-eno-reflection-album-lead-review-ambient-music (3) http://www.brian-eno.net/ (4) dito (5) Enos Anfänge habe ich an anderer Stelle ausführlich rekonstruiert: Drifting Away. Zur Nirwanologie der Ambient Music. (6) Peter Sloterdijk, Sphären I, Blasen. Frankfurt/M 1998, S. 94.  Dieser Essay verdankt wesentliche Impulse Motiven […] Ansätze zu einer neuen Ästhetik (V) Nun ist die beschriebene Ausgangssituation sicher ein Grenzfall wenn nicht gar ein Idealfall. Und "Reflection" ist ein in jeder Hinsicht exzeptionelles Stück ambient music. Erfahrungsberichte von Rezensenten reichen vom Bartleby-Effekt ("ich möchte lieber nicht" - kontrolliert, effizient, verfügbar sein) bis zur gesteigerten Empfindlichkeit für das, worauf es im […] meiner Präsenz und ihrer "dortigen" Aktivitäten wirft. Die Verwandlung einer raumzeitlich genau definierten Szene in ein Nirgendwo scheint zunächst gegen die Bedeutung des Atmosphärischen in der Ambient Music zu sprechen; sind doch Atmosphären immer ortsgebunden hinsichtlich Kolorit, Dichte, Stimmung und Erlebnisintensität. Doch ihre Übertragungsmagie besteht eben nicht nur darin, uns räumlich und zeitlich […] Von Daniele Dell'Agli

Drifting Away

Essay 23.12.2014 […] Brian Eno den Reisenden die Flugangst oder zumindest die Anspannung nehmen und sie noch am Erdboden auf das Schweben in den Lüften einzustimmen versuchte - bekanntlich der offizielle Auftakt der Ambient Music. Es dürfte kein Zufall sein, dass Enos Hinwendung zu einem experimentell elektronischen Popminimalismus, der bereits 1973 in Zusammenarbeit mit Robert Fripp begonnen hatte, sich zwei Krankenhau […] Rezeption von Kunstwerken orientierten Disziplin einleiten sollte.10 Am Anfang des atmospheric turn standen also Musik und Therapie. Lange vor dem Siegeszug von Simulatoren und Datenbrillen war in der Ambient Music ein Verständnis von Immersion latent, der auch etymologisch unmittelbar einleuchtet: Ambiente kommt von "ambire", herumgehen, aber auch umgeben. Herumgehende oder umgebende Klänge erzeugen - in […] Palliativ (pallium = der Mantel); und wer sich berufen fühlt, dieses Einhüllen als Einlullen zu belächeln, setzt nur die unverächtliche Etymologie der lullabie ins Recht: in den Palliativklängen der Ambient Music kehrt das eutonisierend-einschläfernde Versprechen des Wiegenlieds wieder. Die Verwandlung eines Raums in eine Atmosphäre, einen gestimmten Raum, das Wort sagt es schon, wird stets psychoakustisch […] Von Daniele Dell'Agli