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3D

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Raunen und Staunen: Wim Wenders und Werner Herzog in 3D

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2011 […] zerstört und der Raum verliert seine eigentlichen choreografischen Dimensionen. Die 3D-Illusion tritt dadurch von außen hinzu und hinein, nicht als genuine und eigene Auffassung des Bühnenraums, sondern als ganz äußerlich bleibender Schein. Ja, es wäre eine Kamera denkbar, die den Kampf aufnimmt mit dem anderen Medium, auch in 3D. Eine Film-Inszenierung, die der Tanz-Choreografie auf den Kopf zusagt, dass […] der Bühnenwand trifft der Blick auf ein hingekrakeltes "Alles vorbei. 2009". Ein Anfilmen gegen den Guckkastenblick ist dieser Film, der sich als Aufhebung von Pina Bauschs choreografischen Arbeiten in 3D-Bilder geriert, dem stolz ausgestellten eigenen Verständnis nach. Es gibt manchen Grund dafür, dass "Pina" schwer erträglich ist: das erwartbare Weihevolle seines Herangehens, das komplett analysefreie […] em Geraune. All das ist schlimm, das eigentliche Scheitern von "Pina" hat seinen Grund anderswo: Wenders übereignet den theatralen und choreografierten Raum einem Verständnis von Film (a fortiori in 3D), das man kaum anders als barbarisch nennen kann. Tanz ist Arbeit an Bewegung von Körpern im Raum. Choreografiert wird für einen spezifischen Blick: den des Zuschauers im Theater. Fürs Tanztheater der […] Von Ekkehard Knörer

Will nicht in die Tiefe: Michel Ocelots 'Les contes de la nuit'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2011 […] Wie sinnvoll ist es, die Ästhetik des Scherenschnitt- und Silhouettenfilms, der gerade aus seiner Flächigkeit Reiz bezieht, mit 3D-Technologie zu kreuzen? Mit Blick auf den 3D-Boom des vergangenen Jahres aus Sicht von Finanziers vermutlich sehr, davon abgesehen wirft eine solche Unternehmung zumindest Fragen auf. In "Les Contes de la Nuit" von Michel Ozelot sitzt man jedenfalls einigermaßen verwirrt […] Titanen" oder "Alice im Wunderland", Fake-3D-Filme also, die erst nach den Dreharbeiten künstlich umgerechnet wurden, stehen gerade wegen der aus diesem Verfahren resultierenden Schwächen ihrer Cut-Out- und Schaukastenästhetik enorm im der Kritik. Dass diese nun bei "Les Contes de la Nuit" plötzlich eine Tugend sein soll, nimmt man Kosslick, der im Programmheft von "3D-Experimenten, allerdings solcher kü […] eine kurze Weile lang brauchbar, nur, lieber Himmel, das soll wettbewerbstauglich sein? Förmlich dreidimensional steht's einem vor dem geistigen Auge, wie Kosslick händeringend nach "irgendwas mit 3D" sucht, damit man nicht ganz ohne da steht, und wenn's dann noch ein Animationsfilm ist, umso besser, der ist ohnehin chronisch unterrepräsentiert, zwei Fliegen mit einer Klatsche sozusagen, ach, und […] Von Thomas Groh