Herausgegeben von Max Schweizer. Zwischen Ankara und Lausanne? Die Türkei will EU-Mitglied werden, während die Schweiz kein Mitglied des europäischen Zusammenschlusses ist. Dieses Lesebuch zeigt, dass die Schweiz für die Türkei eine Brücke nach Europa ist. Jungosmanen und Jungtürken berieten ihre Verschwörung in der Universitätsstadt Genf. Und bei den Friedensverhandlungen in Lausanne wurde 1922/1923 die neue türkische Republik in den Kreis der europäischen Mächte aufgenommen. Die Schweiz blieb eine Anlaufstelle für Akademiker und Diplomaten. Auch Montreux, Zürich, Davos und der Bürgenstock dienten als Begegnungsorte. Das Schweizer Zivilgesetz wurde Vorlage für türkisches Recht. Selbst die Migros sollten als Beispiel für eine wirksamere Verteilung der Lebensmittel dienen. Mehr als 50 türkische und schweizerische Autorinnen und Autoren zeigen, warum die Schweiz für die Türkei und die Türkei für die Schweiz bedeutsam ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2004
Der von Max Schweizer herausgegebene Band "Zwischen Ankara und Lausanne" vermittelt nach Ansicht des "Kst." zeichnenden Rezensenten ein "vielfältiges und farbiges Bild" der schweizerisch-türkischen Beziehungen. Mit seinen 64 Texten beleuchte er das Verhältnis der Schweiz zur Türkei aus den verschiedensten Perspektiven und zu den unterschiedlichsten Zeiten. Thematisch führe der Band von der Geschichte, Politik, Wirtschaft und Diplomatie über Reisebeschreibungen und feuilletonistische Texte bis zur Darstellung akademischer Kontakte zwischen den beiden Ländern. "Wer über die Türkei mehr erfahren möchte, als gemeinhin im Reiseführer steht, und doch keine wissenschaftliche Abhandlung studieren mag", resümiert der Rezensent, "dem sei der Band bestens zur Lektüre empfohlen."
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