Aus dem Chinesischen von Marc Hermann. Eine Familiensaga von der Suche nach dem Glück und vom Traum einer glücklichen Heimat Ein fast vergessenes Erbe führt Amy Smith nach China. Eigentlich will sie so schnell wie möglich wieder zurück nach Vancouver, doch versteckte Briefe ihrer Großmutter, eine wertvolle Opiumpfeife und andere Fundstücke im Haus ihrer Vorfahren wecken ihre Neugier. Warum war ihre Familie überhaupt nach Kanada ausgewandert? Wie viele seiner Generation bricht Amys Urgroßvater im 19. Jahrhundert zum verheißungsvollen "Goldenen Berg" auf, um das Überleben seiner Familie zu sichern. Im fernen China warten die Frauen oft jahrelang auf die Heimkehr der Männer. Die Realität der Kulis im kanadischen Wilden Westen ist bitter, und nicht alle kehren vom Eisenbahnbau zurück.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2014
Liest man den Titel des neuen Romans von Zhang Ling genau, so verrät er vieles, was einen zwischen den Buchdeckeln erwartet, verrät Katharina Borchardt in ihrer Besprechung. Es geht um den ewigen Traum vom besseren Leben, und Zhang Ling erzählt ihre Geschichte vor dem Hintergrund der Migrationswelle chinesischer Auswanderer zu Beginn des 19. Jahrhunderts, die ihr Glück an der amerikanischen Westküste suchten. Genauer gesagt ist es die Geschichte der Familie Fong, die mit der Migration Tak Fat nach Kanada beginnt. In sich abwechselnden Episoden über vier Generationen erzähle die Autorin eindringlich von dem Leben der einen Familienhälfte - den Frauen - in China und der anderen, den Männern in Kanada, die dort ein hartes und entbehrungsreiches Leben führen. Durchaus kritisch verwende und kommentiere die 1957 in China geborene und dann nach Kanada ausgewanderte Zhang Ling den historischen Rahmen ihrer Erzählung, verfahre jedoch allzu zurückhaltend mit der Verarbeitung ihrer eigenen Perspektive, merkt Borchardt kritisch an und schließt damit ihre sonst positive Rezension.
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