Niemals war mehr von Kreativität die Rede als heute. Sie ist nicht mehr Privileg einiger weniger, sondern gilt als menschliches Grundvermögen. Irgendwo zwischen Lyrik und Ausdruckstanz, Bildermalen und Musikauflegen sollte kreativ tätig werden, wer auf der Höhe der Zeit sein will. Aber dieser Kreativitäts-Imperativ ist für viele eine Überforderung. Entsprechend groß ist der Bedarf nach Kreativitätstechniken; gesucht ist Inspiration, wo auch immer sie herkommen möge, sogar Konsumprodukte werben
damit, stimulieren zu können. Und von der Kunst erwartet man mittlerweile auch keine großen Meisterwerke, sondern eine kreative Atmosphäre.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.05.2016
Wolfgang Ullrichs Essay "Der kreative Mensch" verfügt nicht über die gleiche Streitlust und "Schlagkräftigkeit" wie sein ebenfalls gerade erschienenes Werk "Siegerkunst", schreibt Till Briegleb. Dennoch liest der Kritiker interessiert, wie der Kunsthistoriker mit kulturgeschichtlicher Kenntnis die Entwicklung des Kreativitätsanspruchs vom Privileg einer intellektuellen Elite bis über Beuys und die Sozialdemokratie bis zu den Zwängen der Leistungsgesellschaft nachzeichnet. Angenehm zu lesen, aber wenig überraschend, urteilt der Rezensent.
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