Erstmals werden die globalen Veränderungen in der Weltwirtschaft analysiert, die durch Chinas geopolitisches Handeln zu erwarten sind und die sich als Gegenpol zum angelsächsischen Isolationismus abzeichnen. Das Buch behandelt die chinesische Vision neuer Welthandelsrouten im 21. Jahrhundert - die "Belt & Road"-Initiative. Dieses gewaltige Projekt einer "neuen Seidenstraße" in Anlehnung an die historische Seidenstraße ist zentraler Bestandteil der chinesischen Neuorientierung im freien Welthandel. China ist inzwischen zum wichtigsten Handelspartner für Europa und Deutschland geworden.
Lesen Sie, ob für die betroffenen Wirtschaftsregionen die Chancen oder Risiken der Seidenstraße-Initiative überwiegen und ob es nicht an der Zeit ist, über neue Formen der weltweiten Kooperation statt Konfrontation nachzudenken.
Im Wettstreit der internationalen Akteure hat die Volksrepublik ein geopolitisches Initiativmodell der Kooperation und Entwicklung zum gegenseitigen Vorteil entworfen, das sowohl Kontinente überspannend als auch auf maritimen Wegen die betreffenden Weltregionen weiterentwickeln und neu vernetzen soll.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2018
Robert Fieten gibt bei diesem band aus dem FAZ eigenen Verlag zu bedenken, dass die Autoren Wolf D. Hartmann, Wolfgang Maennig und Run Wang in ihrem Band über die neue Seidenstraße eher rosarot auf die Wirtschaftsmacht China schauen, wenn sie vergleichbare Visionen in Europa und USA vermissen. Dass Restriktive an der Volkswirtschaft China kommt bei ihnen kaum zur Sprache, bedauert Fieten. Über das transkontinentale Instrastrukturprojekt erfährt der Rezensent relativ wenig, stattdessen bekommt er vor allem Hintergrundwissen zur technischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes, seinem Aufbruch, seinen Herausforderungen und seiner Rolle in der Globalisierung. Fieten hält den Band für gut strukturiert.
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