Chinas Aufstieg fasziniert die Welt - und lehrt sie das Fürchten. Unter Parteichef Xi Jinping erlebt das Land einen Rückfall in die Diktatur. Gleichzeitig dehnt es seinen globalen Einfluss immer weiter aus. Nicht nur in Amerika, auch in Europa wächst das Unbehagen an der neuen Weltmacht und an ihren Methoden. Droht ein neuer kalter Krieg oder sogar ein chinesischer Triumph über den Westen? Pekings Machthaber perfektionieren die Überwachung ihrer Bevölkerung und errichten ein System aus Belohnungen und Strafen, mit dem sie regimekonformes Verhalten durchsetzen. Minderheiten wie die Uiguren werden brutal verfolgt und in Lagern "umerzogen". In Hongkong soll die Opposition zum Schweigen gebracht werden, während im südchinesischen Meer Chinas militärische Präsenz zielstrebig ausgebaut wird. Mit dem Riesenprojekt der "Neuen Seidenstraße" schafft China neue Abhängigkeiten im Mittleren Osten, Afrika und in Europa. Doch es gibt auch Probleme. Manches spricht dafür, dass China diesen Expansionskurs weder ökonomisch noch politisch auf Dauer durchhalten kann. Massive Umweltprobleme kommen hinzu. Und die Corona Krise hat vielen westlichen Ländern gezeigt, dass die Abhängigkeit von China ein kritisches Ausmaß erreicht hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.08.2021
Rezensent Michael Radunski berichtet zunächst interessiert vom Buch des "Zeit"-Korrespondenten Matthias Nass. Um den vermeintlichen Irrweg des immer erfolgreicheren Chinas aufzuzeigen, wendet sich der Autor der Entwicklung, den Problemen und den Wendepunkten des Landes zu, erklärt Radunski. Die anschaulichen Ausführungen sind dem Rezensenten zufolge kurz und solide und legen den Fokus auch mal auf die eher mangelhafte Reaktion des Westens auf Chinas Wandel. Allerdings findet der Rezensent das Buch auch an vielen Stellen widersprüchlich und lückenhaft, was den Rezensenten mit einigen unbeantworteten Fragen zurücklässt. Doch wer die Auswirkungen der chinesischen Entwicklung auf die weltweite Politik verstehen möchte, der ist mit diesem Buch als Grundlage gut bedient, schließt Radunski.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.04.2021
Mit einer eher knapp bemessenen Besprechung stellt Werner Hornung die Einschätzungen zu Chinas Geschichte und Gegenwart durch den langjährigen Zeit-Journalisten vor. Fast alle Reportagen und Kommentare scheint er bereits gekannt zu haben, freut sich an den Gesprächen mit Einwohnern und Exilierten, bei denen er immer wieder auf die grundlegende Tatsache der Repression stößt. Der Rezensent widerspricht auch keinesfalls der Diagnose, dass sich die KP Chinas, die ja eigentlich pragmatisch sein könne, mit dem heutigen Vorsitzenden, der "diktatorisch regiert", wieder einmal auf einem "Irrweg" befände.
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