China ist keine ferne Bedrohung mehr, China ist da! Politisch und wirtschaftlich. Das Reich der Mitte ist ehrgeizig, schnell und gut organisiert, es ist innovativ wie das Silicon Valley und bestimmt zunehmend die internationalen Spielregeln. China setzt auf Wachstum und digitale Technologien und hält sich nicht mit dem westlichen Demokratiemodell auf. Auf allen Kontinenten investiert es in Bodenschätze, Schlüsselindustrien und Infrastruktur - auch bei uns. Das 1000-Milliarden-Dollar-Projekt der Neuen Seidenstraße reicht bis Duisburg. An den Aktienmärkten gehören Alibaba und Tencent inzwischen zu den weltweit größten Unternehmen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.02.2019
Rezensent Michael Radunski nennt Frank Sieren einen Kenner Chinas. Was Sieren in seinem Buch über den neuen Weltführer in spe berichtet, grenzt ihm allerdings mitunter allzu nah an blinden Gehorsam. So, wenn der Autor Chinas Sprachregelung im Umgang mit den Menschenrechten oder den Auseinandersetzungen im Südchinesischen Meer übernimmt. Davon abgesehen bietet ihm der Band eine begeisterte Perspektive auf Chinas Fortschritte in den Bereichen Digitalisierung, KI, Mobilität oder Machtpolitik und allerhand Stoff zum Nachdenken. Etwa mit der Frage, ob die Maßstäbe des Westens denn immer so sakrosankt sein müssen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2018
Rezensent Jürgen Osterhammel bleibt nach der Lektüre von Frank Sierens China-Buch fassungslos zurück. Dass der China-Korrespondent des "Handelsblatts" bei seiner Wiedergabe von medialen "Erfolgsmeldungen" über China völlig auf Quellenangaben verzichtet, ist für den Kritiker noch das kleinere Übel. Viel schwerer wiegt für ihn, dass Sieren kaum Kritik oder Skepsis gegenüber Xi Jinping verlauten lässt und stattdessen lieber suggeriert, der "Westen" müsse sich China anpassen. Wenn der Rezensent dann noch liest, dass die verfolgten Menschenrechtsanwälte selber schuld seien, greift er endgültig lieber zu Kai Strittmatters ebenfalls gerade erschienenem Buch über China.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…