Aus dem Englischen von Dagmar Mallett. Er ging freiwillig, und er konnte fliehen: Witold Pilecki begab sich absichtlich als Häftling ins KZ Auschwitz. Sein Ziel: Informationen über die Vorgänge im Konzentrationslager nach draußen zu schmuggeln und im Lager eine Widerstandsorganisation unter den KZ-Insassen aufzubauen. Witold Pilecki schrieb einen Bericht, der den Lauf der Geschichte hätte ändern können. Doch die Alliierten glaubten, dass Pilecki übertrieben hatte, und lehnten eine Befreiung des KZ Auschwitz ab. Ein unglaubliches Dokument des Muts und des menschlichen Widerstandswillens.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.02.2014
Zur ganz großen Literatur über den Holocaust rechnet Knud von Harbou diesen vom Untergrundkämpfer Witold Pilecki bereits 1945 verfassten Bericht über Auschwitz. Dass der Verfasser weniger bekannt ist, als Jan Karski, hält der Rezensent für Schicksal, ist sein Dokument doch nicht weniger authentisch, minutiös und berührend wie der Karski-Bericht. Pileckis Versuch einer möglichst objektiven Berichterstattung hätte laut Harbou noch gewonnen, hätten ihm die Herausgeber weiterführende Anmerkungen angedeihen lassen.
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