Willy Brandt, Helmut Schmidt

Willy Brandt - Helmut Schmidt: Partner und Rivalen

Der Briefwechsel (1958-1992)
Cover: Willy Brandt - Helmut Schmidt: Partner und Rivalen
J. H. W. Dietz Nachf. Verlag, Bonn 2015
ISBN 9783801204457
Kartoniert, 1104 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben und eingeleitet von Meik Woyke. Das Verhältnis von Brandt und Schmidt gilt als kompliziert und schwierig, weil ihre Sozialisation, ihr Politikstil und Politikverständnis sich deutlich unterschieden. Dennoch verband die beiden führenden Sozialdemokraten neben ihrer Rivalität eine jahrzehntelange Partnerschaft, deren Höhen und Tiefen sich in ihrem Briefwechsel facettenreich widerspiegeln. Die sorgfältig annotierte Edition erschließt die gesamte Korrespondenz zwischen Brandt und Schmidt. Sie umfasst mehr als 700 Briefe der Jahre 1958 bis 1992 und bietet neue Einblicke in die persönliche Beziehung der beiden Staatsmänner.
Waren sie zunächst enge Weggefährten bei ihrem Aufstieg zu sozialdemokratischen Spitzenpolitikern, vertraten sie während der Großen Koalition und später als Bundeskanzler in der sozial-liberalen Ära nicht selten unterschiedliche Positionen. Trotz aller Rivalitäten arbeiteten Brandt und Schmidt jedoch immer wieder vertrauensvoll zusammen. Ihre politischen Differenzen und Kontroversen über die eigene Partei und deren Regierungspolitik, über die Nachrüstungsfrage sowie den Umgang mit der Ökologie- und Friedensbewegung machen den besonderen Reiz der Briefe aus.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.10.2015

Der Briefwechsel von Willy Brandt und Helmut Schmidt umfasst vierundreißig Jahre und kaum Sensationen, berichtet Alexander Cammann. Das liegt schlicht daran, dass Leben und Politik der zwei SPD-Granden bereits auf Ausführlichste aufgearbeitet sind und weiße Flecken rar gesät sind, erklärt der Rezensent. Interessant findet Cammann die Briefe trotz alledem, geben sie doch Einblick in einen Teil des kleinteiligen Lavierens in der Gemengelage von sich überschneidenden persönlichen und politischen Beziehungen, wie sie unweigerlich zur Berufspolitik gehören, so der Rezensent, der inständig hofft, dass Angela Merkels SMS ähnlich sorgfältig aufbewahrt werden.

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