Aus dem Englischen von Hans Jürgen Balmes. Mit einem Nachwort des Übersetzers. "Nach den Libellen" ist die erste deutsche Auswahl aus dem mittlerweile über sechzig Jahre umspannenden Werk William Stanley Merwins. Seine Dichtung vermisst unsere Wirklichkeit und spürt zugleich dem Verborgenen unserer Erinnerungen, Ängste und Wünsche nach. Seine Gedichte bewahren das Gewissen Amerikas, sie sind ein aus unzähligen Reisen geborener, weltumspannender Schatz und eine einzigartige Verschmelzung von Natur und Poesie.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2018
Jürgen Brocan bewundert das Werk des produktiven Dichters W. S. Merwin. Die Auswahl in der Übersetzung von Hans Jürgen Balmes findet er gut geeignet als einen Einstieg, der Themen- und Motiv-Entwicklungen im Werk des amerikanischen Lyrikers durchaus sichtbar macht. Die Kunstfertigkeit und Komplexität der Gedichte findet Brocan bemerkenswert, vor allem weil die Texte für ihn dennoch verständlich bleiben. Wie sich Merwins Altersweisheit und der Verzicht auf Interpunktion in den späten Texten mit lyrischer Prägnanz verbinden, ist für Brocan ein Genuss. Balmes' Übertragung findet er, abgesehen von einigen Verkomplizierungen, subtil und klangschön.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.04.2018
Leseglück empfindet Nico Bleutge mit den Gedichten des Wahl-Hawaiianers W. S. Merwin. Die meditative Ruhe seines Palmengartens scheint der Autor für Bleutge in die Texte zu tragen, ob er sich nun Moskitos oder den Bewegungen der Zeit widmet. Staunenswert scheint ihm das Bild- und Klangbewusstsein des Autors, das der Übersetzer Hans Jürgen Balmes laut Bleutge gut einfängt. Die Auswahl hält der Rezensent für eine "schöne" Spur durch Merwins Werk.
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