William Claxton traf den jungen Steve McQueen (1930-1980) zu Beginn seiner Hollywood-Karriere. Damals begann auch die wunderbare Freundschaft der beiden Männer, die bis zum frühen Tod des Schauspielers währte. Zusammen frönten sie ihren Leidenschaften, vor allem für schnelle Autos. Durch viele Jahre hindurch beobachtete Claxton's Kamera den Schauspieler und seine vielen Gesichter - ob als Autorennfahrer, als Familienvater, als Motorradfreak, Frauenheld oder Freund.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.06.2004
Im Blick des Starfotografen William Claxton auf Steve McQueen, bemerkt Rezensent Daniel Kothenschulte, bestätigt sich amüsanterweise das Klischee des Fotografen als "Großwildjäger". Denn McQueen beziehe die Attribute seiner Coolheit - Jaguar und Puma - aus dem Tierreich, und besser gesagt: aus dem Reich der Raubkatzen. Und es ist offensichtlich, dass McQueens "Aura von gefährlicher, ja in ihren Launen unvorhersehbarer Katzenhaftigkeit" auch den Rezensenten betört hat, der - wie so viele andere - dem Reiz verfällt, den McQueens "Ambivalenz von spannungsvoller Unberechenbarkeit und der implizierten Sehnsucht nach Bezähmung" ausmacht. Und es ist für den Rezensenten kein Wunder, dass es gerade dem schon in der Jazzfotografie erfahrenen William Paxton gelungen ist, Steve McQueen als die "Verkörperung dieser sich stets neu erschaffenden, aus sich selbst geborenen Coolness" zu porträtieren, wo es doch der Jazz war, der die Coolness im "blitzartigen Angelpunkt zwischen Lethargie und Angriff" gebar.
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