Aus dem Englischen von Stephan Kleiner. Für die Weltöffentlichkeit tauchte Al Pacino wie eine Supernova am Himmel auf. Seine erste Hauptrolle spielte er 1971 in "Panik im Needle Park". Bis 1975 kamen vier Filme dazu: "Der Pate" und "Der Pate" Teil II, "Serpico" und "Hundstage", die nicht nur Erfolge, sondern auch Meilensteine der Filmgeschichte waren. Diese Rollen machten Al Pacino zur Legende und veränderten sein Leben für immer, denn seit Marlon Brando und James Dean hatte kein Schauspieler mehr für solches Aufsehen gesorgt. Damals war Al Pacino bereits Mitte dreißig und hatte mehr als ein einziges Leben gelebt. In "Sonny Boy" gibt er zum ersten Mal Einblick in seine Vergangenheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2024
Eine Schauspieler-Biografie muss gar nicht so tief ins Privatleben eintauchen, um lesenswert zu sein, hält Rezensentin Maria Wiesner zu Al Pacinos Memoiren fest, in denen er nur der Kindheit zwischen Suizidversuch der Mutter, Schüchternheit und ersten Gehversuchen am Theater etwas Raum lässt und sich ansonsten auf seine Karriere konzentriert. Chronologisch ergibt sich für Wiesner anhand der großen Filme wie "Der Pate" ein Bild vom Selbstverständnis Pacinos, das nicht nur sein Talent als Schauspieler umfasst, sondern auch das miese Händchen für Finanzen, das einige weniger gute, aus Geldnot angenommene Rollen bedingt hat. Aber auch über die "Ausführlichkeit seiner Shakespeare-Liebe" lässt sich einiges erfahren - ein Buch, das an manchen Stellen eitel, aber unbedingt ehrlich ist, resümiert die Kritikerin.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.10.2024
Gern liest Rezensent David Steinitz Al Pacinos Lebenserinnerungen, auch wenn er nicht allzu viel Neues über die Arbeit des Schauspielers an den zahlreichen Filmklassikern erfährt, in denen Pacino mitwirkte. Das Buch findet Steinitz vielmehr immer da toll, wo es sich Pacinos Privatleben widmet, Drogenprobleme inklusive. Er erfährt viel über Pacinos Kindheit in New York, die Eltern trennten sich früh, Pacino wuchs in ärmlichen Verhältnissen mit der mit psychischen Problemen kämpfenden Mutter und den Großeltern auf. Auch der Titel des Buches bezieht sich laut Steinitz auf den Spitznamen, den die Mutter ihrem Al gab. Eine weitere große Rolle wünscht sich der 84-jährige noch, erfährt Steinitz aus der Lektüre, und im Himmel möchte er gern seine Mutter wiedersehen.
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