Mit einem Vorwort von Gregor Weichert. Wilhelm von Lenz schreibt in diesem Buch, das jetzt erstmalig als deutsches Reprint der Originalausgabe von 1892 erscheint, über seine persönlichen Erfahrungen mit den Komponisten-Pianisten Franz Liszt, Frederic Chopin, Carl Tausig und Adolph Henselt. Wie ein Blick in den Zeitraffer wirken die ganz persönlichen Ansichten und die objektiven Beurteilungen der Pianisten als Künstler. Lenz, selbst talentierter Pianist, charakterisiert die jeweiligen Charaktere und beschreibt leicht lesbar deren Stilistiken beim Spiel am Klavier.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.01.2001
Svenja Klaucke ist hingerissen von dem Buch, dass die Begegnung des 1809 in Riga geborenen Autors mit den berühmten Klavier-Virtuosen und Komponisten erzählt. Sie preist die Erinnerungen von Lenz, zeitweise Schüler von Liszt wie auch von Chopin, als "charmant, hingebungsvoll, enthusiastisch" und schreibt ihm hohen Sachverstand in musiktheoretischen Fragen zu. "Schön" findet sie, dass neben den berühmten Komponisten Liszt und Chopin auch Erinnerungen an zwei fast vergessene Musiker, die zu ihrer Zeit Furore machten, festgehalten werden. Außerdem gefällt ihr, dass in den vielen Gesprächen mit den Komponisten "aufschlussreiche Details" aus ihren eigenen und auch aus fremden Werke mitgeteilt werden. Dabei seien die Stellen so genau bezeichnet, dass man richtig Lust bekomme, sie selbst nachzuschlagen, so die Rezensentin begeistert.
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