Herausgegeben von Walter Feichtinger, Hermann Mückler, Gerald Hainzl und Predrag Jurekovic. Welche Wege und Irrwege hat die internationale Gemeinschaft seit 1990 im Rahmen ihrer Interventionen in Krisengebieten beschritten? Dieser zentralen Frage gehen namhafte Autoren in sehr unterschiedlichen Fallstudien nach. Die Bandbreite reicht von Afghanistan, Bosnien-Herzegowina und Kosovo über pazifische Inselstaaten bis zum Südsudan. In grundlegenden Beiträgen werden fundierte Einblicke in Ansätze und Konzepte des Krisen- und Konfliktmanagements und deren Entwicklung bzw. Weiterentwicklung geboten. Durch die unterschiedlichen wissenschaftlichen Hintergründe der Autoren entsteht ein abgerundetes Bild, das dem Leserkreis die außerordentliche Komplexität und Herausforderung internationaler Friedensbemühungen vor Augen führt. Umfangreiches Kartenmaterial und Schaukästen ergänzen und veranschaulichen die Analysen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2015
Lehrreich und auch deprimierend findet Wilfried von Bredow die Bilanzierungen der Aufsätze in diesem von Walter Feichtinger, Hermann Mückler, Gerald Hainzl und Predrag Jurekovi herausgegebenen Band über das Krisenmanagement in Afghanistan, Afrika und im Vorderen Orient. So nüchtern die Text daherkommen, so schonungslos sind sie, meint der Rezensent. Und auch wenn er den Texten nicht allzu viel politische Bedeutung beimisst, so scheinen sie ihm aufschlussreich, auch da in ihnen Theoriebildung betrieben und versucht werde, sich der Konfliktthematik auf kultur- und sozialanthropologischem Weg zu nähern. Bredow lernt: Die Krisen und Konflikte der Welt sind sehr unterschiedlich und komplex.
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