Bei einem Anschlag in Taloqan wird die Bundeswehr-Soldatin Soraya Alekozei so schwer verletzt, dass sie zunächst als tot gilt. Dabei war die 1979 aus Afghanistan Geflohene gekommen, um ihr Heimatland zu befrieden. Nicht mit Waffen, sondern mit Worten: Sie dolmetscht für die Generäle, kümmert sich um Waisenkinder. Bis zu jenem Schicksalstag im Mai 2011.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2014
Was für ein Buch, was für eine Frau, was für eine Lebensgeschichte!, staunt Rezensent Hans-Dieter Wichter angesichts von Soraya Alekozeis ganz persönlicher Darstellung der deutsch-afghanischen Beziehungen und der traurigen Geschichte ihrer alten Heimat Afghanistan. Als Wanderin zwischen den Welten, geboren in Kabul, als junge Akademikerin und Mutter dann in Köln und Bonn, schließlich als Dolmetscherin bei der Bundeswehr wieder in Afghanistan, wo sie 2011 schwer verletzt wird, scheint dem Rezensenten die Autorin mehr als prädestiniert für so ein ungewöhnliches Buch. Ergreifend und spannend findet er ihre persönliche Geschichte von Flucht und Heimweh, die immer wieder auch Schlaglichter auf die deutsche Afghanistan-Politik wirft, wie Wichter erklärt. Besonders empfohlen als Lektüre für Verantwortliche in der Afghanistan- und Asylpolitik, so Wichter.
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