Walter Gross

Walter Gross: Werke und Briefe

Band 1: Botschaften (Werke). Band 2: Antworten (Briefe)
Cover: Walter Gross: Werke und Briefe
Limmat Verlag, Zürich 2005
ISBN 9783857914881
Gebunden, 800 Seiten, 50,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Peter Hamm, unter Mitarbeit von Erwin Künzli. Mit 30 Fotos und Dokumenten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2006

Rezensent Harald Hartung begrüßt mit großer Freunde diese "schöne Gesamtausgabe" des Werkes des Schweizer Dichters Walter Gross, Hartung zufolge in den sechziger Jahre eine "der Hoffungen der deutschsprachigen Literatur". Dann jedoch habe er bis die versprochenen Bücher nie geschrieben. Ehe Walter Gross nach zwei Büchern jedoch das Schweigen wählte, schreibt der ihm zutiefst zugewandte Rezensent, sei er ein "vielseitiger und passionierter Briefschreiber" gewesen. Manches sei verschollen, darunter ein Briefwechsel mit Ingeborg Bachmann. Dennoch fühlt sich Hartung durch die in dieser Ausgabe abgedruckten Briefe reich entschädigt. In ihnen nämlich zeige sich Gross auf dem "Höhepunkt seiner literarischen Aktivitäten". Besonders hebt Hartung die Briefe an den Dichter Johannes Bobrowski hervor. Aber auch Walter Gross' schmales literarisches und lyrisches Werk, das ebenfalls in der Edition versammelt ist, hält aus Sicht des Rezensenten "noch heute stand".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2005

Beatrice Eichmann-Leutenegger begrüßt die zweibändige Werkausgabe des 1922 verstorbenen Schweizer Schriftstellers Walter Gross, der schon in Vergessenheit zu geraten drohe. Die im ersten Band versammelte Prosa und Lyrik der sorgfältig gestalteten Leseausgabe zeuge von dem Bemühen um eine Sprache, die "den einfachen Menschen Raum gibt" und dennoch "Sinn für Größe und Schweigen", so die Rezensentin. In seinen Gedichten habe Walter Gross das Zwiegespräch gesucht, und darum gerungen, von einem frühen und hohen emphatischen Tonfall zu einer spröden, fast abweisenden Sprache zu finden. Der zweite Band enthält die weit verzweigte Korrespondenz des oftmals gegen schwierige Lebensumstände ankämpfenden Autors. Das sich in den Briefen manifestierende nüchterne Selbstverständnis entspringe der Überzeugung seiner "Bedeutungslosigkeit", zitiert die Rezensentin, die dem Autor abschließend ein neues Publikum wünscht.
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