Sommer 1945, Kalifornien: Der jüdische Schriftsteller Bruno Frank liegt im Sterben und beginnt seinen letzten Roman, in dem er das Sterben des großen französischen Moralisten und Frauenhelden Chamfort erzählen will. Das Manuskript bricht nach dem ersten Kapitel ab, Frank stirbt, doch der Beginn des Romans wird mit Unterstützung seiner Freunde Thomas Mann und Lion Feuchtwanger in einer Zeitschrift veröffentlicht. Jahrzehnte später liest Volker Harry Altwasser dieses Fragment und beschließt, das Buch für Frank zu Ende zu schreiben. Entstanden ist ein übermütiger, dicht erzählter Roman, der die Biografien zweier großer Männer leichtfüßig verknüpft, ein wahres Buch voll Erotik und Tod
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2014
Ein Roman über einen Roman, der vom Entstehen eines Romans berichtet. Ein Schriftsteller, der von einem Schriftsteller erzählt, der über einen Schriftsteller schreibt. Fasziniert von diesem "literarischen Echoraum" und der daraus resultierenden Stimmenvielfalt zeigt sich Christoph Schröder in seiner Besprechung von Volker Harry Altwassers Roman "Glückliches Sterben". Das ehrgeizige Vorhaben Altwassers sei es, so der Rezensent, sowohl einen Roman über Bruno Frank, jenen Weggefährten Thomas Manns, zu schreiben, als auch sukzessive dessen Roman, den er sterbend über den ebenfalls im Sterben liegenden Autor Chamfort zu beenden. Elegant gelinge es dem Autor einerseits das Scheitern beider Projekte durch sein (Fort-)Schreiben aufzuheben und gleichzeitig die Geschichte um weitere Komponenten zu erweitern: die Liebe zweier Menschen vor dem Hintergrund eines turbulenten Jahrhunderts sowie der Wirkungsmacht von Fiktion, lobt ein beeindruckter Kritiker.
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