Die Vervollkommnung des Körpers ist heute nicht nur technisch machbar, sondern geradezu geboten. Im Spitzensport bleibt nichts mehr dem (natürlichen) Zufall überlassen. Neben Sexualität und Gesundheit ist der Sport das zentrale Element moderner Körperkultur und Vorreiter bei der Verwirklichung von Körperutopien, die aus den neuen biotechnischen Entwicklungen resultieren. Volker Caysa erweitert seine Analyse einer Technologisierung des Körpers im Sport um die Frage nach den kulturellen, ästhetischen und ethischen Folgen und den rechtlichen und religiösen Grundlagen der neuen Körperkultur.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.05.2003
Als "Grundlagenwerk" der Sportphilosophie würdigt der "upj" zeichnende Rezensent Volker Caysas "Körperutopien". Unter Sportphilosophie verstehe Caysa nicht eine Kritik des Sports als einer spezifischen Form der Freizeitgestaltung, sondern, viel weiter und grundsätzlicher, eine "kritische Anthropologie des Körpers", erläutert der Rezensent. Wie er weiter berichtet, analysiert Caysa - ausgehend von Nietzsches Plädoyer für eine Kräftigung der auf dem Leib organisierten Existenz - Formen der sportiven Körperkultur im Spannungsfeld von Dionysischem und Apollinischem. Besonders reizvoll findet der Rezensent, dass Caysa über den Fokus "Sport" viele Themen der gegenwärtigen Biopolitik diskutiert.
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