Berlin Mai 1945 - Valery Faminsky
Das unbekannte Archiv.
Die Aufnahmen des russischen Frontfotografen Valery Faminsky von der Befreiung Berlins und den ersten Friedenstagen sind künstlerisch beeindruckende wie historisch wertvolle Zeitdokumente.
Das in Moskau entdeckte Archiv Valery Faminskys (1914-1993) ist ein einzigartiger Fund. In Berlin entstehen vom 22. April bis 24. Mai 1945 die Aufnahmen der völlig zerstörten Stadt, ihrer Bevölkerung und dem Alltag der russischen Truppen.
Ohne jede Art von Pathos und Propaganda aufgenommen, beschreiben diese Fotografien mit einem humanistischen Blick die Sehnsucht nach Frieden und die Wirklichkeit des Krieges. Die Echtheit und auch die Nähe zu den Ereignissen, welche unter die Haut gehen, lassen den Betrachter zum Zeugen dieser historischen Stunden und Tage werden.
Gemessen an der herausragenden künstlerischen Qualität seiner Fotografien steht Valery Faminsky auf einer Stufe mit Fotografen wie Jewgeni Chaldej und Robert Capa.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2019
Andreas Kilb freut sich über den Neuzugang Valery Faminsky auf der Liste der großen Fotografen. Die Fotos, die Faminsky als Fotograf der Roten Armee beim Einzug in Berlin zwischen April und Mai 1945 gemacht hat, zeigen die bekannte Berliner Szenerie aus einem anderen, einem neuen Blickwinkel. Der Grund laut Kilb: Faminsky interessiert sich nicht für Helden und Pathos, sondern für das zivile, gerade wieder Atem schöpfende Leben, einen grünen Baum, eine lächelnde Frau am Straßenrand, ein erschöpftes Pferd, einen Verwundeten. Neugierig und mitfühlend scheint Kilb dieser Kamerablick und hoffnungsvoll.
Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Szczepan Twardoch: Sehnsucht Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…