Werner Eckelt

Requiem auf West-Berlin

Bilder aus einer vergangenen Zeit
Cover: Requiem auf West-Berlin
Henschel Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783894873714
Gebunden, 143 Seiten, 25,51 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Manfred Heckmann und Julius Schoeps. Zehn Jahre nach der Wiedervereinigung: Das alte West-Berlin ist nur noch Geschichte. Und doch empfinden viele Sehnsucht nach jenem Inseldasein, das so bedroht wie kuschelig war, nach jenem Teil der Stadt, auf den die ganze Welt schaute und der doch so sehr mit sich selbst beschäftigt war. Westalgie heißt die Trauer nach dem exterritorialen Status und den preiswerten Sechszimmer-Wohnungen mit Stuckdecken. In über 30 000 Fotos hat der Pressefotograf Werner Eckelt zwischen 1945 und 1988 das Lebensgefühl dieser Jahrzehnte eingefangen. Aus dem Blickwinkel des leidenschaftlichen Flaneurs zeigen sie Menschen und Straßenszenen, Gebäude und Schaufenster. Die hier versammelte Auswahl erinnert an diese abgeschlossene Periode deutscher Geschichte, ergänzt durch Texte von Erich Böhme bis Wolf Jobst Siedler. Der 1990 verstorbene Pressefotograf Werner Eckelt hat das Lebensgefühl der West-Berliner von 1945 bis 1988 in seinen Fotos eingefangen: der pulsierende Ku?damm und Bahnhof Zoo, Baden am Wannsee, Straßenbilder von Neukölln bis Spandau, die Mauer und Checkpoint Charlie,die Beschützer: Franzosen, Engländer und Amerikaner, Politiker von Willi Brandt bis zum Schah, die 68er, die Künstler von Neuss bis Beuys. Mit Erinnerungen von Erich Böhme bis Wolf Jobst Siedler.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.01.2001

Die Arbeit des 1990 gestorbenen Berliner Fotografen Werner Eckelt lässt Rezensentin Veronika Rall relativ unkommentiert für sich stehen. An manchen Punkten stört sie zwar die scheinbar unbeabsichtigte und doch durcharrangierte Inszenierung der Motive - "bedeutungsschwanger" nennt sie diese Arrangements an einer Stelle - unterm Strich stimmt das Ganze aber für sie: "Eckelt gehört zum Milieu wie Zille und lässt sein Publikum entdecken und erinnern". Woran sie sich aber wirklich stört, ist die Arbeit der Herausgeber Manfred Heckmann und Julius Schoeps. Die Bildunterschriften, die die beiden sich ausgedacht haben, hält sie für bemüht: "Das ist Quatsch und man wünschte sich ein schlichtes Schweigen der Herausgeber, dass sie allerdings dort an den Tag legen, wo Text vonnöten gewesen wäre". So erfährt man zum Beispiel über den Fotografen zu wenig, findet Rall.
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