Gedichte sind in erster Linie Spiele - Spiele mit Worten, Klängen, Musik. Fantasiespiele, in denen durch Sprache Räume geschaffen werden, die unsere nüchterne Alltagssprache nicht kennt. Besonders einfach ist es, Nonsens-Gedichte zu lesen - man muss keinen versteckten Sinn suchen. Uwe-Michael Gutzschhahn hat die schönsten gefunden und zusammengestellt von Christian Morgenstern, Karl Valentin über Ernst Jandl bis hin zu Heinz Erhardt und Michael Ende.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.11.2015
Von allen Reim-Gedichten haben es Uwe-Michael Gutzschhahn besonders die Nonsens-Reime angetan, glaubt Nico Bleutge. In fünf Kapiteln versammle der Autor und Übersetzer in dem von ihm herausgegebenen Buch Werke von Lessing, Morgenstern und Ringelnatz, aber auch solche von weniger bekannten Dichtern. Gutzschhahn "komponiere" die Poeme geradezu, so der Kritiker, und vor allem über Tiere erfahre man in ihnen viel Neues. Das eine oder andere der laut Bleutge "vergnüglichen" Gedichte zitiert der Rezensent zumindest in Teilen, um deren augenscheinlich sympathischen Irrsinn zu verdeutlichen. Bleutke selbst scheint Gefallen an der Gedichtsammlung gefunden zu haben, genauso wie an den illustrierenden Zeichnungen von Sabine Wilharm, die er so schön wie "schräg" findet.
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