Sommer: alles ist auf Aktivitäten im Freien angelegt. Tagsüber heißt es, einen Schattenplatz aufzusuchen, um nicht »Auf Sommers Grill« (Rühmkorf) gebraten zu werden. Sommernächte laden zu Geselligkeiten, der Tenor ist hochgestimmt, schließlich ist Ferienzeit: "Der Strand ist groß. / Man sieht Trikots. / Und sieht Popos (zum Teil verführerische)." (E. Kästner)
Franz Schuh ist fasziniert, wie viel Verschiedenes die Herausgeberinnen Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell für ihr Bändchen mit sommerlichen Jahreszeitengedichten "Juli" gefunden haben. Pathos, Ironie, Politik findet sich da, und - natürlich und trotz guten Wetters - österreichischer Weltschmerz, verrät der Rezensent. Ernst Jandl etwa schreibe: "wir sind die menschen auf den wiesen / bald sind wir menschen unter den wiesen / und werden wiesen, und werden wald / das wird ein heiterer landaufenthalt.", zitiert Schuh amüsiert.
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