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Uros Zupan

Beim Verlassen des Hauses, in dem wir uns liebten

Gedichte
Cover: Beim Verlassen des Hauses, in dem wir uns liebten
Residenz Verlag, Salzburg 2000
ISBN 9783701712021
Gebunden, 94 Seiten, 19,43 EUR

Klappentext

Aus dem Slowenischen von Fabjan Hafner. Der Blick fällt auf Straßen, Kaffeehäuser, Gemüsefrauen. Er folgt der Geliebten und weitet sich dann: zum Fluss, zum Meer, wo alle Festlegungen fortgespült werden. "Von den Stunden, in denen sich unser Leben zum Knäuel rundet", ist hier die Rede, von tagträumerischen Mittagsstunden, Morgenstunden. Ihnen gemeinsam ist die verlangsamte Zeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.08.2000

Ilma Rakusa zeigt sich sehr angetan von diesen Gedichten, mit denen sich der Autor, wie sie feststellt, in mancherlei Hinsicht von der traditionellen slowenischen Dichtung abhebt: Keine Melancholie oder auch Erinnerung an den Krieg mehr, stattdessen eine "quasibuddhistische Heiterkeit" und den Einfluss verschiedenster Kulturen diagnostiziert sie hier. Rakusa macht darauf aufmerksam, dass Zupan die längere Form bevorzugt, dass er sich in ihr besser entfalten kann und sie seinem "geschmeidig flutenden Parlando" entgegen kommt. Dabei betont die Rezensentin das behutsam Betrachtende und Reflektierende in Zupans Dichtung, das Stille, mit dem er gleichermaßen Gegenstände wie auch existentielle Fragen zu seinem Thema macht. Rakusa begrüßt es sehr, dass diese Gedichte nun auch - in einer "kongenialen" Übersetzung - auf Deutsch veröffentlicht wurden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2000

In einer kurzen Rezension nennt Hans-Peter Kunisch den Autor einen ?altmodischen Dichter? was nicht als Kritik gemeint ist, sondern als Standortbestimmung: Zupan dichtet, so Kunisch, in der Tradition von William Carlos William. Es geht vornehmlich um Alltagsdinge wie den Rock der Freundin Natascha oder einen Gang zum Markt. Zupan kann seinen Anspruch Gedichte zu schreiben, ?die so einfach und schön, so tief und klar wie Miles Davis` Musik auf Kind of Blue` sind, manchmal einlösen - manchmal aber auch nicht, dazu ist er gelegentlich ?etwas zu selbstverliebt in seinem Parlando?, meint ein im Großen und Ganzen durchaus wohlwollender Rezensent.
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