Umberto Eco

Die Geschichte der legendären Länder und Städte

Cover: Die Geschichte der legendären Länder und Städte
Carl Hanser Verlag, München 2013
ISBN 9783446243828
Gebunden, 480 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Martin Pfeiffer, Barbara Schaden. Von Atlantis zu Gullivers Riesen und Zwergen, Homers Troja bis Tolkiens Mittelerde, King Kongs Insel bis Alices Wunderland: Von nichts haben die Menschen so ausdauernd geträumt wie von fernen Kontinenten, unbekannten Ländern und funkelnden Städten. Ob früheste Mythen oder neueste Science fiction: allen gemein ist die Sehnsucht nach einer neuen, ganz anderen Welt. Und immer schon gab es zwei Orte für diese legendären Wunschwelten: Bücher und Bilder. Umberto Eco hat sich von Italien aus auf eine wunderbare Reise durch unsere Einbildungskraft begeben. Entstanden ist ein Werk über Träume und Utopien, ein Bilder- und Lesebuch über die unendliche Geschichte des menschlichen Fernwehs.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.12.2013

Umberto Eco schafft es immer wieder, Arno Widmann über die Ränder seines Buches "Geschichte der legendären Länder und Städte" zu stoßen, es folgt der Sturz in die Abgründe diverser Suchmaschinen, wo es dann noch etwas über dieses Bild und jenen Autor in Erfahrung zu bringen gilt, bis man irgendwann zu Eco zurückkehren kann, berichtet der Rezensent begeistert. Aus dem "Dickicht der Traditionen" arbeitet Eco die "Vielstimmigkeit der Überlieferung" hervor und zeigt, dass so mancher Mythos der Vergangenheit bloß eine Legende der Gegenwart ist - so zum Beispiel die Geschichte, dass man im Mittelalter allgemein glaubte, die Erde sei eine Scheibe, verrät Widmann amüsiert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.12.2013

Was hätte man nicht alles aus dieser grandiosen Idee machen können, seufzt Burkhard Müller enttäuscht. Denn für fantastische Länder kann sich der Rezensent durchaus begeistern, für Atlantis, Lemuria und Agartha. Ebenso spannend findet er, wie die Menschen den Legenden von Eldorado, Shambala und den Goldminen des Königs Salomon hinterherjagten. Doch auch wenn Müller die wohlmeinenden Utopien ein bisschen langweilig findet, sieht er das Problem woanders: Umberto Eco hatte eine großartige Idee, bebildert sie reichhaltig und wundervoll, aber er macht nichts daraus. Weder integriert er die Abbildungen in seinen Text noch die schriftlichen Quellen. Als hätte Eco alle erzählerische Kraft verlassen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2013

Wieder einmal geht es um das Wechselspiel von Wahrheit und Literatur, freut sich Markus Huber, der das neue Buch aus der Werkstatt von Umberto Eco verschlungen hat, sofern das geht bei der vom Rezensenten bestaunten Fülle von Geist und Geschichte, erzählerischem und historiografischem Können auf jeder Seite. Eco nimmt den Rezensenten mit zu imaginierten Orten und legendären Stätten, vor allem aber erkundet er die damit verbundenen Vorstellungen und Fantasien der Menschen. Ob er den Weg der Odyssee nachzeichnet, die elysischen Gefilde oder die Herkunftsländer der drei Weisen besucht - immer geht der Autor laut Huber liebevoll und ohne Routine vor, bietet ausführliches Quellenstudium und Fabulierkunst. Die Abbildungen im Band vervollständigen für Huber das Erlebnis.
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