Caroline Alexander

Der Krieg des Achill

Die Ilias und ihre Geschichte
Cover: Der Krieg des Achill
Berlin Verlag, Zürich 2009
ISBN 9783827007506
Gebunden, 319 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerkanischen von Ulrike Bischoff. Caroline Alexander wendet sich dem Epos schlechthin zu: der Ilias des Homer, einem der einflussreichsten Kunstwerke, die je geschaffen wurden. Mit einem stupenden Wissen, das auf jahrelangen Recherchen basiert, und ihrer schriftstellerischen Brillanz macht sie den vor bald 3000 Jahren entstandenen Text in einer Weise zugänglich, die ihresgleichen sucht. Nicht nur öffnet sie uns Lesern die Augen für die Fülle an faszinierenden Geschichten, Facetten und Details. Sie liefert auch eine meisterhafte, ja geradezu bewegende Deutung des Geschehens und der Protagonisten, allen voran des zornigen und zutiefst tragischen Helden Achilles und des trojanischen Prinzen Hektor, dessen ebenso mutiger wie chancenloser Zweikampf mit Achill einen der dramatischen Höhepunkte der Ilias darstellt. Für Alexander ist die Ilias in ihrem Kern eine Erzählung über den Krieg mit all seinen verheerenden Begleiterscheinungen und über die existenziellen Fragen des Menschen: über seine Beziehung zu den Göttern und zu seiner Gemeinschaft, zu Ehre, Liebe, Sterblichkeit und Tod.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2010

Sehr eingenommen ist Rezensent Thomas Poiss von Caroline Alexanders Buch über Homers "Ilias". Dabei sieht er nicht den "Krieg des Achill" im Zentrum, wie der deutsche Titel behauptet, sondern "The War that Killed Achilles", wie das Buch im Original heißt. Der Autorin gelingt es seines Erachtens glänzend zu zeigen, dass die "Ilias" vor allem ein Werk über die schlimmen Folgen eines Krieges ist, den im Grunde keiner will. So wird die "Ilias" für ihn lesbar als eine "präzise gezeichnete Personenkonstellation unter den zersetzenden Bedingungen des Krieges". Geradezu erstaunt ist er darüber, wie viele negative Einschätzungen über den Krieg Alexander in diesem Epos findet. Den Urteilen der Autorin kann sich Poiss fast immer anschließen, nur im Blick den neunten Gesang neigt er zu einer anderen Interpretation. Doch das ändert für ihn nichts an der großen Leistung von Alexander. Diese hat für ihn mit ihrem Werk klarer denn je die immerwährende Aktualität Homers aufgezeigt.
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