Ulrich Horstmann (Hg.)

Schattenspiele

Eine Lesereise ins Jenseits der Dichter
Cover: Schattenspiele
Lambert Schneider Verlag, Darmstadt 2011
ISBN 9783650237811
Gebunden, 208 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Ulrich Horstmann. Mich ergriff die blasse Furcht, gesteht Odysseus, nachdem er der Unterwelt noch einmal entronnen ist. Es war Homer, der die Urszene aller Totenreisen schuf und damit eine Tradition begründete, die bis in die Gegenwart reicht. Aber wie sieht es nun aus, das Jenseits der Dichter? Welche Schattenreiche hat ihre Phantasie hervorgebracht? Für die vorliegende Anthologie wurden Texte aus rund zweieinhalb Jahrtausenden ausgewählt. Entstanden ist ein dunkles Kaleidoskop, das die Unterwelt meist Angst einflößend und bedrohlich zeigt, seltener ironisch gebrochen oder lustvoll parodiert. Die Hoffnung auf Unsterblichkeit beherrscht allemal das Denken. Kundige Essays des Herausgebers begleiten die Texte von Homer, Vergil, Aristophanes, Lukian, Fontenelle, Jonathan Swift, Henry Fielding, Christoph Martin Wieland, Gottfried Keller, Primo Levi, Milan Kundera, Arno Schmidt, Jorge Luis Borges, Hermann Broch, Samuel Beckett u.a.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.12.2011

Werner von Koppenfels hat Ulrich Horstmanns Anthologie über Jensseitsentwürfe von Homer bis Beckett mit großem Vergnügen gelesen. Er attestiert dem Herausgeber, die Unterweltphantasien von Schriftstellern und Dichtern nicht nur kenntnisreich zusammengestellt, sondern auch mit viel Witz kommentiert zu haben. Damit erweist sich Horstmann für Koppenfels als "unterhaltsamer Fremdenführer", dem er sehr gern zu einer poetischen, satirischen und auch schwarzhumorigen Lesereise gefolgt ist. Zumal das Buch eine Fülle von Entdeckungen bietet, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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