Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462009613 Gebunden, 336 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Wie entstehen Kriege? Und wie Frieden? Ulrike Herrmann untersucht in diesem Buch große internationale Konflikte und analysiert, dass die Gründe nicht nur historisch, psychologisch oder politisch sind. Sondern dass oft ökonomische Faktoren ausschlaggebend sind. Sie zeigt am Beispiel Russlands, wie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes permanente Kriege auch in Zukunft wahrscheinlich macht. Und sie beschreibt Chinas Aufstieg zur Supermacht und erklärt, wie Präsident Xi sein Land in eine ökonomische Sackgasse manövriert hat, die er mit seinen Aggressionen gegen Taiwan zu kaschieren versucht.
Ein wenig einseitig und auch arg optimistisch ist das Buch, das Ulrike Herrmann über Ökonomie und Krieg geschrieben hat, findet Rezensent Martin Hubert. Herrmann konzentriert sich ganz auf aktuelle Konfliktfelder und fragt sich vor allem, wie Europa bestehen kann, wenn China und Russland neue Kriege beginnen beziehungsweise aktuelle Kriege ausweiten. Herrmann argumentiere, dass Russland sich ein Ende des Krieges momentan gar nicht leisten kann, weil die Wirtschaft längst auf Kriegswirtschaft umgestellt ist, während China möglicherweise Taiwan angreifen wird, um von internen wirtschaftlichen Problemen abzulenken. Allerdings würden Herrmann zufolge sowohl China als auch Russland in puncto militärische Möglichkeiten eher überschätzt; während es Europa durchaus gelingen könne, die gleichwohl hohen Kosten der nötigen Aufrüstung zu stemmen. Am Ende könnte die europäische Kriegswirtschaft gar die europäische Einigung voranbringen, resümiert der Kritiker. Allzu rosig ist das Bild, das Herrmann hier malt, glaubt Hubert, der unter anderem anmerkt, dass die Autorin die sozialen Kosten der Aufrüstung ausblendet. Insofern, so das skeptische Fazit, ist das eher ein Buch für Leute, die eh schon Aufrüstung befürworten - die Gegenseite findet hier keinen Anlass zum Umdenken.
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