Peter Scholl-Latour schildert seine jüngsten Eindrücke aus Südostasien und Lateinamerika, den beiden dynamischsten Regionen des neuen Zeitalters. Er beleuchtet die aktuellen Konflikte und Umbrüche dieser Länder vor dem Hintergrund ihrer kolonialen Vergangenheit und spürt dem verblassenden Erbe der holländischen, portugiesischen oder spanischen Kolonisten nach, das zunehmend überlagert wird vom erwachenden Selbstbewusstsein der einstigen Kolonialvölker und vom wachsenden Einfluss der neuen Weltmacht China.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.2009
Nicht dass es sich bei diesem Buch von Peter Scholl-Latour um einen Abgesang, ein populäres Genre, handelt, macht dem Rezensenten die größte Freude. Es ist dieser spezielle Scholl-Latourismus. Für Werner Link eine Art von Gesang, weil die unverwechselbare Melodie des Radio- und Fernsehmannes Scholl-Latour immer mitswingt. So einzigartig wie groovy findet Link auch den Mix aus aktueller Reportage, historischer Reflexion und dem enzyklopädischen Wissen des Autors. Da treten die anstrengenden ständigen Orts- und Zeitwechsel und die apokalyptische Klage über den Niedergang des weißen Mannes zum Glück in den Hintergrund. Übrig bleiben unterhaltsame, lehrreiche Geschichten aus Bali, Java, Kasachstan, garniert mit der ein oder anderen kritischen Bemerkung zur deutschen Gegenwart und Vergangenheit - und die liest Link mit Genuss.
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