Andreas Eckert findet diesen von Ulrich van der Heyden und Joachim Zeller herausgegebenen Sammelband nicht nur "vorzüglich illustriert", sondern auch "sehr informativ". Entgegen der hierzulande verbreiteten Neigung, dem deutschen Kolonialwesen nur einen marginalen Platz in der Geschichte der Kolonisation einzuräumen, dokumentiert der Band nach Ansicht Eckerts, wie stark die Geschichte der deutschen Hauptstadt, insbesondere in den Jahren zwischen 1848 und dem Zweiten Weltkrieg, von Kolonialismus und Kolonialrevisionismus geprägt war. Fasziniert zeigt sich der Rezensent vor allem von den biografischen Essays über einige Migranten aus den deutsch Kolonien. "Sie bezeugen", hält Eckert fest, "eine Vielfalt von Lebenswegen, die eng mit Berlin verknüpft sind".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…